Österreich hat bei der Käse-WM triumphiert!

Österreich hat bei der Käse-WM triumphiert!
Herzlichen Glückwunsch!

Käseplatte
Wir haben einen Grund zum Feiern! Bei der Käse-Weltmeisterschaft hat Österreich unglaubliche 97 Medaillen gewonnen. Das ist wirklich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass 5.244 Käsesorten aus mehr als 40 Ländern teilgenommen haben.

Trotz seiner geringen Größe hat unser Land bei der Käse Weltmeisterschaft 2025 die großen Kulinarik-Nationen wie Frankreich, Italien und Spanien herausgefordert. Besonders stolz sind wir auf die drei Supergold-Medaillen für österreichische Käsereien. Dabei sticht Kärnten besonders hervor – die Käsemanufaktur Malko in Obervellach wurde gleich dreifacher Gold-Weltmeister! Der „Venediger-Taler,“ der „Felsentaler“ und der „Glockern-Taler“ erhielten alle Supergold.

Diese prestigeträchtige Veranstaltung gilt seit 1988 als weltgrößtes Event zum Thema Käse. Eine Jury aus 265 internationalen Käseexperten sorgte für eine faire Bewertung all dieser Köstlichkeiten. Kein Wunder, dass Österreich seinen Ruf als „Feinkostladen Europas“ mehr als bestätigt hat!

Österreich gewinnt 97 Auszeichnungen bei der Käse-WM 2025

Bei der 37. Ausgabe der Käse-Weltmeisterschaft 2025 in Bern hat Österreich einen historischen Erfolg erzielt. Acht österreichische Milchverarbeiter nahmen mit insgesamt 97 Käsesorten an diesem prestigeträchtigen Wettbewerb teil. Das Ergebnis war herausragend: Österreich gewann so viele Medaillen wie noch nie zuvor – insgesamt 15, davon drei Gold-, fünf Silber- und sieben Bronzemedaillen.

In der Gesamtwertung sicherte sich Österreich den dritten Platz hinter den erstplatzierten USA sowie der Schweiz und den Niederlanden, die sich gemeinsam den zweiten Platz teilten. Dies ist ein bemerkenswerter Erfolg für ein vergleichsweise kleines Land.

Die diesjährige Käse-Weltmeisterschaft stellte einen neuen Rekord auf. Erstmals fand der Wettbewerb in der Schweiz statt und verzeichnete über 5.200 Einreichungen aus 46 Ländern. Besonders bemerkenswert: Erstmals waren auch Teilnehmer aus Afghanistan und Panama dabei.

Eine hochkarätige Jury, bestehend aus 265 internationalen Käseexperten, bewertete die eingereichten Köstlichkeiten. Die Bewertung war äußerst anspruchsvoll – jeder Juror musste innerhalb weniger Stunden mindestens 40 verschiedene Käsesorten verkosten.

Dieser Erfolg unterstreicht die hervorragende Qualität österreichischer Käseproduktion und festigt unseren Ruf als erstklassiges Käseland.

Käse zur Jause

Käsereien aus Österreich holten Supergold, Gold und Silber

Die österreichischen Käsereien haben bei der Käse-Weltmeisterschaft 2025 hervorragende Ergebnisse erzielt. Besonders beeindruckend waren die drei Supergold-Auszeichnungen, die höchste Ehrung des Wettbewerbs. Diese gingen an den „Alma Vorarlberger Bergkäse g.U.“, den „Vorarlberger Bergkäse g.U. der Dorfsennerei Schlins-Röns“ sowie an den „Bergkäse mild“.

Hinweis: „g.U.“ steht für geschützte Ursprungsbezeichnung und ist ein EU-Siegel, das garantiert, dass der Käse aus einer bestimmten geografischen Region stammt und nach traditionellen Methoden hergestellt wurde

Auch die Obersteirische Molkerei glänzte mit ihrem Weinkäse, der ebenfalls Supergold erhielt. Zudem sammelte das Unternehmen insgesamt drei Goldmedaillen. Gleichauf mit drei Goldmedaillen lag die Vorarlbergmilch.

Die Almenland Stollenkäse GmbH aus dem steirischen Passail sicherte sich gleich sechs Medaillen, darunter zwei Goldauszeichnungen für ihre im Silberbergwerkstollen gereiften Käsespezialitäten.

Berglandmilch erwies sich als besonders erfolgreicher Teilnehmer mit insgesamt 17 ausgezeichneten Produkten der Marken Schärdinger und Tirol Milch. Darunter befanden sich zwei Goldmedaillen für den „Tirol Milch Tiroler Felsenkeller“ und den „Tirol Milch Tiroler Bergkäse g.U.“.

In der Silberkategorie waren die österreichischen Käsereien ebenfalls stark vertreten mit insgesamt 44 Auszeichnungen. Allein Berglandmilch holte zehn Silbermedaillen. Auch bei Bronze zeigten die heimischen Produzenten ihr Können mit zahlreichen Auszeichnungen.

Diese beeindruckende Medaillensammlung unterstreicht die außergewöhnliche Qualität und die handwerkliche Tradition der österreichischen Käseherstellung.

World Cheese Awards: Bedeutung, Bewertung und Geschichte

Die World Cheese Awards gelten als weltgrößter Käseevent und zählen zu den angesehensten Wettbewerben in der internationalen Käsewelt. Gegründet 1988 vom britischen Gourmet-Verlag „The Guild of Fine Food„, hat sich der Wettbewerb als global anerkanntes kulinarisches Ereignis etabliert.

Bei der diesjährigen Veranstaltung wurden beeindruckende 5.244 Käsesorten aus 46 Ländern eingereicht. Eine 265-köpfige internationale Jury, bestehend aus führenden Käseexperten wie Köchen, Einkäufern, Verkäufern, Journalisten und Creators, bewertete die Produkte.

Der Bewertungsprozess ist äußerst strukturiert: Zunächst arbeiten die Juroren in Zweier- oder Dreierteams und prüfen jeden Käse auf Aussehen der Rinde, Textur, Aroma und Geschmack. Dabei werden besonders für Geschmack und Mundgefühl die meisten Punkte vergeben.

Nach dieser ersten Runde nominiert jedes Team seinen besten Käse als „Super Gold“-Gewinner. Anschließend wählt eine 14-köpfige Superjury aus diesen Super-Gold-Käsen ihre persönlichen Favoriten für das Finale. In einem dramatischen Showdown vor Livepublikum werden die Finalisten erneut verkostet und mit Punkten zwischen 1 und 7 bewertet. Der Käse mit der höchsten Punktzahl wird schließlich zum „World Champion Cheese“ gekürt.

Neben den Hauptkategorien (Bronze, Silber, Gold, Super Gold) gibt es auch Spezialauszeichnungen wie „Best Artisan Cheese“ oder „Best Raw Milk Cheese“.

Schlussfolgerung

Alles in allem hat Österreich bei der Käse-Weltmeisterschaft 2025 einen triumphalen Erfolg erzielt. Unser kleines Land hat mit 97 Medaillen gezeigt, dass wir in der Welt des Käses ganz vorne mitspielen. Besonders bemerkenswert sind die drei Supergold-Auszeichnungen, die höchste Ehrung des Wettbewerbs. Die Käsemanufaktur Malko aus Kärnten hat mit ihren drei Weltmeistertiteln für den „Venediger-Taler,“ den „Felsentaler“ und den „Glockern-Taler“ Geschichte geschrieben.

Zweifellos war die Konkurrenz dieses Jahr stärker denn je. Mit über 5.200 Käsesorten aus 46 Ländern mussten sich unsere heimischen Produzenten gegen die besten der Welt durchsetzen. Dennoch hat Österreich den dritten Platz in der Gesamtwertung erreicht – hinter den USA und den zweitplatzierten Schweiz und Niederlanden.

Was diesen Erfolg noch wertvoller macht, ist die Tatsache, dass zahlreiche Käsereien aus verschiedenen Bundesländern ausgezeichnet wurden. Von der Obersteirischen Molkerei über die Vorarlbergmilch bis hin zur Almenland Stollenkäse GmbH – sie alle haben mit ihrem handwerklichen Können überzeugt.

Abschließend können wir mit Stolz sagen: Österreich hat seinen Ruf als „Feinkostladen Europas“ mehr als bestätigt. Unsere Tradition der Käseherstellung, gepaart mit Innovation und höchsten Qualitätsstandards, macht uns zu einem der führenden Käseländer weltweit. Darauf dürfen wir wirklich stolz sein!

FAQs

Q1. Wie hat Österreich bei der Käse-Weltmeisterschaft 2025 abgeschnitten?
Österreich erzielte einen historischen Erfolg mit insgesamt 97 Medaillen, darunter 15 Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze. Das Land belegte den dritten Platz in der Gesamtwertung.

Q2. Welche österreichische Käserei war besonders erfolgreich?
Die Käsemanufaktur Malko aus Kärnten zeichnete sich besonders aus. Sie gewann drei Supergold-Medaillen für ihre Käsesorten „Venediger-Taler“, „Felsentaler“ und „Glockern-Taler“.

Q3. Wie viele Käsesorten wurden bei der Weltmeisterschaft bewertet?
Bei der Käse-Weltmeisterschaft 2025 wurden insgesamt 5.244 Käsesorten aus 46 verschiedenen Ländern eingereicht und bewertet.

Q4. Wie läuft der Bewertungsprozess bei den World Cheese Awards ab?
Die Juroren arbeiten in Teams und bewerten jeden Käse nach Aussehen, Textur, Aroma und Geschmack. Die besten Käse werden als „Super Gold“ nominiert und von einer Superjury für das Finale ausgewählt.

Q5. Welche Bedeutung hat dieser Erfolg für die österreichische Käseindustrie?
Der Erfolg unterstreicht die hervorragende Qualität der österreichischen Käseproduktion und festigt den Ruf Österreichs als erstklassiges Käseland auf internationaler Ebene.

🧀 Österreichischer Käse – Prämiert
Übersicht der Firmen mit ihren Käsesorten

Berglandmilch eGen 4600 Wels schaerdinger.at
· Tirol Milch Tiroler Bergkäse g.U. · Tirol Milch Tiroler Felsenkeller · Bergkäse g.U. · Emmentaler · Schärdinger Asmonte · Schärdinger Bergbaron geräuchert · Schärdinger Dolce Bianca · Schärdinger Moosbacher · Schärdinger Österkron · Schärdinger St. Patron · Schärdinger Winzer Rosé · Tirol Milch Urtyroler · Tirol Milch Weinzirler · Schärdinger Amadeus · Schärdinger Jerome · Schärdinger Kärntner Rahmlaib · Schärdinger Raclette · Tirol Milch Feiner Tiroler · Tirol Milch Tiroler Adler ·
Gmundner Molkerei GmbH 4810 Gmunden gmundner-molkerei.com
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SalzburgMilch GmbH 5020 Salzburg milch.com
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Gebrüder WOERLE Ges.m.b.H. 5302 Henndorf woerle.at
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Pinzgau Milch Produktions GmbH 5751 Maishofen pinzgaumilch.at
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Petersberg-Alm 6645 Vorderhornbach petersbergalm.at
· Bergkäse Mild · Bergkäse würzig ·
Vorarlberg Milch eGen 6800 Feldkirch vmilch.at
· Ländle Arlberger · Ländle Bioberger · Vorarlberger Bergkäse 10 Monate · Ländle Klostertaler extra reif · Vorarlberger Bergkäse 6 Monate · Ländle Klostertaler 7 Monate · Ländle Mostkäse · Ländle Räskäse · Ländle Weinkäse ·
Sennerei Schnifis 6822 Schnifis sennerei-schnifis.at
· Der echte Schnifner Laurentius pikant ·
Dorfsennerei Schlins-Röns und Umgebung eGen 6824 Schlins dorfsennerei.at
· Vorarlberger Bergkäse g.U. 6 Monate ·
furore GmbH 6840 Götzis furore.at
· Alpine cheese · Rock Salt Cheese · Hayfield Cheese ·
Mooshof Greber 6867 Schwarzenberg mooshof-greber.at
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Alpenkäse Sennerei eGen 6870 Bezau alpenkaese.at
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6934 Sulzberg kaeserebellen.com
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· Capellaro · Teichalmer · Arzberger Aurum · Arzberger Bellino · Arzberger Knappenkaese · Caprissimum · Goesser Bierkaese · Heulantscher · Leutschacher Sauvignonkaese · Arzberger Argentum · Bergkaese mit Rotwein · Pirum · Silberziege ·
Obersteirische Molkerei eGen 8720 Knittelfeld oml.at
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Links:

World Cheese Awards

Gourmet-Verlag „The Guild of Fine Food

Youtube: Switzerland Cheese

AMA Ratgeber: Käse (Fakten & Wissenswertes über Österreichs Käsevielfalt)

 

 

Bundestag stoppt Abzocke bei Besitzstörungsklagen

Bundestag stoppt Abzocke bei Besitzstörungsklagen gegen Falschparker

Besitzstörungsklage

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich informellen Zwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Die dargestellten Informationen wurden sorgfältig recherchiert, ersetzen jedoch keine individuelle juristische Prüfung durch einen Anwalt oder eine andere Rechtsberatungsstelle. Für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der bereitgestellten Inhalte wird keine Haftung übernommen.

Haben Sie schon einmal von einer Besitzstörungsklage gehört? In den letzten Jahren wurden zahlreiche Bürgerinnen und Bürger plötzlich mit solchen Klagen konfrontiert, die sehr oft nur der Abzocke dienten. Besonders in der Steiermark flatterten Strafen über mehrere Hundert Euro ins Haus, nachdem Menschen auf scheinbar leeren und unbenutzten Parkplätzen umgedreht hatten.

Die besitzstörungsklage kosten betrugen häufig 400€ und sogar mehr. Ein Betrag, der viele Menschen sehr verunsichert hat. Bei vielen der betroffenen (privaten) Flächen wurden extra Kameras installiert, die die Fahrzeuge filmten, die nur für wenige Minuten zum Ein- oder Aussteigen anhielten. Danach erhielten die Fahrzeughalter Abmahnschreiben mit der Aufforderung, 399 Euro zu zahlen, um eine Klage abzuwenden. Diese Unsicherheit führte dazu, dass wohl die meisten der Betroffenen die Forderungen bezahlten, weil es ihnen als wirtschaftlich sinnvollere Lösung erschien. Wenn man nicht  eine ensprechende Rechtschutzversicherung hat – welche solche Fälle auch abdeckt(!) – kann der eigene Rechtsanwalt sehr schnell wesentlich teurer werden, als der ursprünglich geforderte Betrag.
(Laut meinen laienhaften Wissen, benötigt man einen Amwalt, um eine einmal eingbrachte Klage beantworten zu können).

Wir haben lange auf eine Lösung dieses Problems gewartet. Laut Arbeiterkammer und SPÖ haben sich diese Klagsdrohungen zu einer regelrechten Geschäftemacherei entwickelt. Deshalb hat der Bundestag nun ein neues Gesetz beschlossen, das dieser Abzocke endlich ein Ende setzen soll.

Bundestag beschließt Gesetz gegen Besitzstörungs-Abzocke

Der Bundestag hat endlich gehandelt! Am 18. November 2025 beschloss die Bundesregierung ein Gesetz, das dem Missbrauch von Besitzstörungsklagen ein Ende setzen soll. Das neue Gesetz soll ab 1. Januar 2026 in Kraft treten.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Eine neue Sonderbemessungsgrundlage senkt den Anwaltstarif drastisch von etwa 400 auf nur noch rund 100 Euro.
  • Die Gerichtsgebühren werden ebenfalls reduziert: auf 70 Euro für Verfahren, die in der ersten Verhandlung enden, und sogar auf nur 35 Euro, falls die Klage vor Zustellung zurückgezogen wird.
  • Erstmals wird bei Kfz-Besitzstörungsstreitigkeiten der Instanzenzug bis zum Obersten Gerichtshof ermöglicht, was bisher ausdrücklich ausgeschlossen war.

„Wir entziehen dem Geschäftsmodell ‚Parkplatz-Abzocke‘ das, was es am Leben hält: Den Profit“, erklärte Justizministerin Anna Sporrer. Bei legitimen Besitzstörungsklagen bleibt allerdings alles beim Alten.

Der ÖAMTC begrüßt die Reform: „Endlich gibt es wirksame rechtliche Rahmenbedingungen, um der gezielten Abzocke etwas Wirksames entgegenzusetzen“, so Martin Hoffer, Leiter der ÖAMTC-Rechtsdienste. Durch die Kostensenkung wird es künftig unattraktiv, im Vorfeld hohe Forderungen zu stellen. Dadurch sinkt die Gesamtkostenbelastung von etwa 545 Euro auf nur noch 177,76 Euro.

Wie das Gesetz Besitzstörungsklagen bei Falschparken einschränkt

Das neue Gesetz senkt die finanziellen Hürden für Falschparker erheblich. Die bisherigen Besitzstörungsklage Kosten schreckten viele Betroffene ab, die lieber hohe Abmahngebühren zahlten als vor Gericht zu gehen. Durch eine spezielle Bemessungsgrundlage werden die Anwaltstarife nun auf nur noch rund 100 Euro reduziert.

Gleichzeitig sinken die Gerichtsgebühren deutlich: Auf 70 Euro bei Verfahren, die in der ersten Verhandlung enden, und sogar auf nur 35 Euro, falls die Klage vor Zustellung zurückgezogen wird. Die Gesamtkosten für einen Betroffenen betragen damit künftig nur noch 177,76 Euro statt vorher rund 545 Euro.

Zudem ermöglicht das Gesetz erstmals den Rechtszug zum Obersten Gerichtshof bei Besitzstörungsstreitigkeiten mit Kraftfahrzeugen. Bisher war dies ausdrücklich ausgeschlossen. Diese Neuerung ist allerdings auf fünf Jahre befristet und gilt für Klagen zwischen 2026 und 2031.

Durch diese Änderungen wird es für spezialisierte Unternehmen unattraktiv, im Vorfeld unverschämt hohe Forderungen von bis zu 400 Euro zu verlangen. Somit können Autofahrer künftig gelassener reagieren, wenn sie abgemahnt werden – der Gang zum Gericht ist nun die kostengünstigere Alternative zur außergerichtlichen Einigung.

Die Gesetzesänderung zielt vor allem auf Geschäftsmodelle ab, die systematisch Besitzstörungsklagen androhen und hohe Vorab-Zahlungen fordern.

Warum das Gesetz als Schutz vor Abmahnmissbrauch gilt

In den vergangenen Jahren entwickelte sich ein regelrechtes juristisches Katz-und-Maus-Spiel um Besitzstörungsklagen. Einige Unternehmen haben daraus  scheinbar ein lukratives Geschäftsmodell gemacht. Zwischen 2013 und 2023 stieg die Zahl solcher Klagen bei Wiener Bezirksgerichten um beeindruckende 75 Prozent – von 1.657 auf 2.869 Fälle.

Das Problem: Mit Drohschreiben wurden Autofahrer systematisch zur Zahlung von etwa 400 Euro gedrängt. Tatsächlich lag in vielen Fällen überhaupt keine Besitzstörung vor. Dennoch zahlten viele Betroffene aus Angst vor einem kostspieligen Gerichtsverfahren.

„Es darf nicht sein, dass Konsumenten durch missbräuchliche Besitzstörungsklagen eingeschüchtert und mit hohen Kosten bedroht werden“, betont die Bundesregierung. Das neue Gesetz funktioniert hoffentlich als wirksamer Schutz, indem es dem Missbrauch die wirtschaftliche Grundlage entzieht.

Durch die Senkung der Anwaltstarifsätze auf circa 100 Euro wird das Geschäftsmodell wohl zu unattraktiv. „Wir entziehen dem Geschäftsmodell ‚Parkplatz-Abzocke‘ das, was es am Leben hält: Den Profit“, erklärt Justizministerin Sporrer.

Außerdem sorgt der mögliche Instanzenzug zum Obersten Gerichtshof endlich für Rechtssicherheit. Dadurch können beispielsweise grundsätzliche Fragen geklärt werden – etwa ob kurzes Wenden auf einem Privatparkplatz überhaupt eine Besitzstörung darstellt.

Schlussfolgerung

Das neue Gesetz gegen Besitzstörungsklagen stellt zweifellos einen wichtigen Meilenstein (nicht nur) für Autofahrer dar. Endlich kann man aufatmen, denn die systematische Abzocke durch überhöhte Forderungen bei minimalen Parkverstößen wird bald der Vergangenheit angehören.

Zusammenfassend bringt die Reform ab Januar 2026 deutliche Verbesserungen mit sich. Die Kosten sinken erheblich von etwa 545 Euro auf nur noch 177,76 Euro. Dank der reduzierten Anwaltstarife und Gerichtsgebühren lohnt sich das bisherige Geschäftsmodell für die Abzocker nicht mehr.

Besonders bemerkenswert erscheint auch die Möglichkeit, erstmals bis zum Obersten Gerichtshof zu gehen. Diese Neuerung sorgt für mehr Rechtssicherheit und hilft, grundsätzliche Fragen zu klären, beispielsweise ob kurzes Wenden auf einem Privatparkplatz überhaupt eine Besitzstörung darstellt.

Die Bundesregierung hat also tatsächlich auf die zahlreichen Beschwerden der Bürger reagiert. Das Gesetz schützt nun vor allem jene Menschen, die bisher aus Angst vor hohen Prozesskosten lieber bezahlt haben, obwohl sie sich eigentlich keiner Schuld bewusst waren.

Der ÖAMTC und andere Verkehrsverbände begrüßen die Reform verständlicherweise. Sie bietet nämlich nicht nur Schutz für einzelne Autofahrer, sondern setzt ein klares Zeichen gegen missbräuchliche Geschäftspraktiken im gesamten Land.

Trotzdem sollten wir weiterhin respektvoll mit Privateigentum umgehen. Das Gesetz zielt nicht darauf ab, legitime Ansprüche von Grundstückseigentümern zu beschneiden, sondern verhindert lediglich den Missbrauch des Rechtssystems zur Abzocke.

Alles in allem markiert diese Gesetzesänderung das Ende einer Ära der Unsicherheit für Autofahrer. Ab 2026 können wir uns sicher sein: Wer sich kurz auf einen fremden Parkplatz verirrt, muss nicht mehr mit ruinösen Forderungen rechnen. Diese Rechtssicherheit war längst überfällig.

FAQs

Q1. Was ändert sich durch das neue Gesetz gegen Besitzstörungsklagen?
Das neue Gesetz reduziert die Kosten für Besitzstörungsklagen erheblich. Die Anwaltstarife sinken von etwa 400 auf rund 100 Euro, und die Gerichtsgebühren werden auf 70 Euro bzw. 35 Euro gesenkt. Zudem wird der Instanzenzug zum Obersten Gerichtshof ermöglicht.

Q2. Ab wann tritt das neue Gesetz in Kraft?
Das Gesetz gegen Besitzstörungsklagen tritt am 1. Januar 2026 in Kraft.

Q3. Wie hoch sind die Gesamtkosten für eine Besitzstörungsklage nach der Gesetzesänderung?
Nach der Reform sinken die Gesamtkosten für eine Besitzstörungsklage von etwa 545 Euro auf nur noch rund 180 Euro (ist zwar immer noch genug, aber sicher nicht genug für eventuell gierige Anwälte).

Q4. Können Mieter eine Besitzstörungsklage einreichen?
Ja, auch Mieter können eine Besitzstörungsklage einreichen. Der Besitz einer Sache oder Liegenschaft reicht aus, man muss nicht der Eigentümer sein.

Q5. Warum wurde dieses Gesetz eingeführt?
Das Gesetz, bzw. die Gesetzesänderung wurde eingeführt, um dem Missbrauch von Besitzstörungsklagen entgegenzuwirken. In den letzten Jahren hatte sich daraus ein lukratives Geschäftsmodell entwickelt, bei dem Autofahrer systematisch mit hohen Forderungen konfrontiert wurden, auch wenn oft keine tatsächliche Besitzstörung vorlag.

Bitte beachten Sie: Obwohl dieser Artikel auf sorgfältiger Recherche basiert, dient er ausschließlich der unverbindlichen Information über die neue Gesetzeslage. Er wurde nicht von einem Anwalt erstellt. Bei rechtlichen Fragestellungen oder im konkreten Fall des Falschparkens sollten Sie immer einen auf Verkehrs- oder Zivilrecht spezialisierten Anwalt konsultieren. Wir übernehmen keine Verantwortung für die Anwendung oder Auslegung der hier bereitgestellten Informationen.

Links:
ÖAMTC.at („Systematische Abzocke“)

SPÖ.at („Parkplatz-Abzocke“)

Beschlussprotokoll des 31. Ministerrates vom 18. November 2025

31. Ministerrat am 18. November 2025

Bundesgesetz, mit dem das Gerichtsgebührengesetz, das Rechtsanwaltstarifgesetz und die Zivilprozessordnung geändert werden (PDF)

Erläuterungen zu 31/23 (PDF)

Österreich ist Europameister im American Football

Historisch: Österreich dominiert Football-EM mit 27:0 Finalsieg

American Football Österreich
Photo © Touchdown Austria – Facebook Page: Touchdown Austria

Wir haben es geschafft! American Football Österreich schreibt erneut Geschichte mit einem beeindruckenden 27:0-Sieg gegen Finnland im EM-Finale. Unser Nationalteam unter Teamchef Max Sommer hat damit zum zweiten Mal in Folge den europäischen Titel geholt und den 2023 erstmals gewonnenen Pokal erfolgreich verteidigt.

Bei der Football EM in Krefeld zeigte unsere Mannschaft nicht nur im Finale eine dominante Leistung, sondern bereits im Halbfinale, als wir zum ersten Mal überhaupt Deutschland mit 30:9 besiegten. Besonders bemerkenswert: Unsere Defense ließ während des gesamten Turniers keinen einzigen Gegenpunkt zu. Das Österreich EM-Team war von Anfang an stark – gleich der erste Drive im Football EM Finale brachte einen Touchdown. Die Vienna Vikings stellten übrigens mit 21 Spielern den größten Teil unseres erfolgreichen Kaders.

Österreich schlägt Finnland im EM-Finale mit 27:0

„Es war ein unglaublich schönes Spiel, obwohl es schlampig war. Ich hab während dem Spiel Revue passieren lassen können, was da in den letzten zehn Tagen passiert ist. Das waren sicherlich die zehn schönsten Football-Tage, die ich je erlebt habe.“
Max Sommer, Head Coach, Austrian National American Football Team1

Das Finale in Krefeld begann perfekt für unser Team. Bereits im ersten Spielzug erzielte Yannick Mayr den ersten Touchdown nach einem präzisen Pass von Quarterback Alexander Reischl. Kurz darauf erhöhte Philipp Haun mit dem zweiten Touchdown auf 14:0 nach dem ersten Viertel.

Die finnische Offensive, fünfmaliger Europameister, fand gegen unsere starke Verteidigung kein Mittel. Obwohl Österreich nach der Halbzeitpause eine Interception hinnehmen musste, blieb diese folgenlos.

Im dritten Viertel sorgte dann ein genialer Trickspielzug für die Vorentscheidung: Receiver Yannick Mayr warf überraschend den Ball zu Tight End Florian Bierbaumer, der zum 21:0 vollendete. Dieser Spielzug, entwickelt von Offensive Coordinator Ivan Zivko, funktionierte perfekt.

Sieben Minuten vor Spielende wechselte Teamchef Sommer den Quarterback. Vikings-Nachwuchstalent Nico Hrouda durfte nun Finalluft schnuppern und bedankte sich prompt mit einem Touchdown-Pass auf Fabian Eder zum 27:0-Endstand.

Finnland blieb während des gesamten Spiels harmlos, unsere Defense ließ keinen einzigen Punkt zu. So verteidigte Österreich souverän den 2023 erstmals errungenen EM-Titel und durfte den Erfolg mit einer Gatorade-Dusche für Head Coach Max Sommer feiern.

Vienna Vikings dominieren das Nationalteam

Die Vienna Vikings bilden das Rückgrat unseres Europameister-Teams. Mit 21 Spielern stellte der Wiener Traditionsverein den größten Block im österreichischen Kader. Besonders bemerkenswert ist, dass nicht nur Spieler, sondern auch vier Coaches und zwei Staff-Mitglieder der Vikings zum Triumph beitrugen.

Fabian Eder, der den letzten Touchdown im Finale fing, Armin Reichhardt, Nick Holub und Philipp Pennekamp vertraten die Vikings auf dem Spielfeld. Im Coaching-Staff wirkten Benjamin Sobotka, Lukas Sträßler, Philipp Jobstmann und Daniel Brandmayr mit.

Der Erfolg der Vikings in der European League of Football (ELF) spiegelt sich im Nationalteam wider. Immerhin standen die Vikings in der ELF in vier Saisonen dreimal im Finale und holten 2022 den Titel. Diese internationale Erfahrung zahlte sich beim EM-Turnier aus.

Allerdings ist die Vikings-Familie international aufgestellt. Der finnische Defensive Back Elmeri Laalo, der für die Vikings in der ELF spielt, stand im Finale auf der gegnerischen Seite. Er wurde kürzlich für die Saison 2025 bei den Vikings bestätigt.

Die starke Präsenz der Vikings macht das Wiener Franchise zum europäischen Team mit den meisten Nationalspielern überhaupt. Dadurch wird deutlich, warum die Vienna Vikings als „number one team in Europe“ bezeichnet werden und maßgeblich zum EM-Erfolg beitrugen.

Was dieser Sieg für den österreichischen Football bedeutet

„Es ist ein Mega-Moment für mich. Die letzten zehn Tage haben so viel Spaß gemacht, wie noch keine zehn Tage davor. Für mich war es höchstwahrscheinlich der letzte Auftritt im Nationalteam, aber Österreich ist noch nicht fertig.“
Sandro Platzgummer, Running Back, Austrian National American Football Team2

Dieser EM-Triumph ist mehr als nur ein weiterer Titel für den österreichischen Football. Nach Silbermedaillen 2014 und 2018 erlebt der Sport hierzulande aktuell einen beispiellosen Höhenflug. Besonders bemerkenswert dabei: Wir dominieren nicht nur im Tackle Football die europäische Szene.

Im Flag Football, der kontaktlosen Variante, sicherten sich unsere Nationalteams erst vor einem Monat bei der EM in Paris sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die Silbermedaille. Diese Erfolge sind besonders mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles wertvoll, wo Flag Football erstmals olympisch sein wird.

Unser größter Star im internationalen Football bleibt Bernhard Raimann. Der Offensive Tackle der Indianapolis Colts unterschrieb kürzlich einen 100-Millionen-Dollar-Vertrag3 und ist damit nicht nur sportlich, sondern auch finanziell einer der erfolgreichsten Österreicher im Profisport. Seine Colts stehen aktuell bei sieben Siegen und nur einer Niederlage – keine NFL-Mannschaft hat eine bessere Bilanz.

Für Head Coach Max Sommer waren die EM-Tage „sicherlich die zehn schönsten Football-Tage, die ich je erlebt habe“. Runningback Sandro Platzgummer ergänzt: „Seit 2013 war das Nationalteam immer die beste Zeit im Jahr, und das hat sich jetzt noch mehr gefestigt. Hier geht es nicht um einzelne Personen, sondern um das Team“.

Dieser Erfolg zeigt: Österreichischer Football ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Entwicklung – und vielleicht erst der Anfang einer noch größeren Erfolgsgeschichte.

Fazit

Zusammenfassend erleben wir gerade eine goldene Ära des österreichischen American Football. Unser Team hat nicht nur den EM-Titel mit einem beeindruckenden 27:0 gegen Finnland verteidigt, sondern während des gesamten Turniers keinen einzigen Gegenpunkt zugelassen. Diese Dominanz unterstreicht, wie weit sich unser Sport hierzulande entwickelt hat.

Die Vienna Vikings spielten dabei eine Schlüsselrolle4. Mit 21 Spielern formten sie das Rückgrat unserer Nationalmannschaft und bewiesen, warum sie als „number one team in Europe“ gelten. Ihre internationale Erfahrung aus der European League of Football hat sich eindeutig ausgezahlt.

Besonders erfreulich ist auch die Breite unseres Erfolgs. Neben dem Tackle Football glänzen wir ebenso im Flag Football mit Silbermedaillen bei den Männern und Frauen. Daher blicken wir mit großen Hoffnungen auf die Olympischen Spiele 2028, wo Flag Football erstmals olympisch sein wird.

Obwohl dieser Sieg ein Höhepunkt ist, könnte er erst der Anfang sein. Die Begeisterung für American Football wächst stetig in Österreich, und mit Vorbildern wie Bernhard Raimann in der NFL öffnen sich neue Türen. Unser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit und Leidenschaft.

Letztendlich bestätigt dieser EM-Triumph, was viele von uns schon lange wussten: Österreich hat sich als echte Football-Nation etabliert. Wir dürfen stolz sein auf das, was unser Team erreicht hat – und gespannt darauf, was die Zukunft noch bringen wird.

FAQs

Q1. Wie hat Österreich im EM-Finale gegen Finnland abgeschnitten?
Österreich gewann das EM-Finale gegen Finnland mit einem beeindruckenden Ergebnis von 27:0 und verteidigte damit erfolgreich den Europameistertitel.

Q2. Welche Rolle spielten die Vienna Vikings im österreichischen Nationalteam?
Die Vienna Vikings4 stellten mit 21 Spielern den Großteil des österreichischen Kaders und trugen maßgeblich zum Erfolg bei. Auch vier Coaches und zwei Staff-Mitglieder der Vikings waren Teil des Europameister-Teams.

Q3. Wer war der herausragende Spieler im österreichischen Team während der EM?
Quarterback Alexander Reischl5 wurde zum MVP (Most Valuable Player) des Turniers gekürt und spielte eine Schlüsselrolle beim Erfolg des österreichischen Teams.

Q4. Wie sieht die Zukunft des American Football in Österreich aus?
Die Zukunft des American Football in Österreich sieht vielversprechend aus. Neben den Erfolgen im Tackle Football gibt es auch Erfolge im Flag Football, der 2028 olympisch wird. Zudem repräsentiert Bernhard Raimann Österreich erfolgreich in der NFL.

Q5. Was macht den Erfolg des österreichischen Football-Nationalteams so besonders?
Der Erfolg ist besonders bemerkenswert, weil Österreich nicht nur den EM-Titel verteidigte, sondern während des gesamten Turniers keinen einzigen Gegenpunkt zuließ. Dies unterstreicht die Dominanz und Entwicklung des Sports in Österreich.

Referenzen / Links

1Max Sommer, Head Coach, Austrian National American Football Team

2 – Sandro Platzgummer, Running Back, Austrian National American Football Team

3 – ORF Österreich verteidigt Europas Thron

4Vienna Vikings

5Alexander Reischl