Die bevorstehende EU-Wahl scheint bei der SPÖ eine Art von Panik auszulösen, kaum anders lässt es sich erklären, dass die Sozialdemokratische Partei Österreichs Internet-Domains der gegnerischen Parteien registiert und auf ihre eigene Webseite weiterleitet:
Die Domain FPÖ.EU zeigt das Plakat von Andreas Schieder und leitet dann automatisch weiter zur Webseite der SPÖ (https://spoe.at/europa-fair-gestalten).
Domain FPÖ.eu
Die Domain Vilimsky.eu zeigt auch das Plakat von Andreas Schieder und leitet dann automatisch zur Webseite der SPÖ weiter (Harald Vilimsky ist der Spitzenkandidat der FPÖ).
Hat wirklich die SPÖ diese Domains registriert?
Oder war es ein gutmeinender „SPÖ-Fan“?
Oder wollte gar eine gegnerische Partei die SPÖ in Verruf bringen?
Nein, die eingetragenen Nameserver dieser zwei Domains lauten ns1.members.at und ns2.members.at. Die Domain Members.at ist laut nic.at eine Domain, welche von der Sozialdemokratische Partei Oesterreichs registriert wurde. Also ist klar, dass wirklich die SPÖ diese Domains bei der deutschen Firma united-domains.de registiert hat und auf ihre eigene Webseite weiterleitet, denn nur der Eigentümer einer Domain kann die Nameserver entsprechend einrichten und eintragen.
Ist das denn erlaubt? Kann denn einfach jeder, jede Domain regisitrieren?
Ich bin kein Jurist, aber grundsätzlich können Internetdomains von jedermann registriert werden – ob denn Namensrechte oder Markenrechte damit verletzt werden, müssen Juristen / Gerichte klären, auch unlauterer Wettbewerb ist ja eine strafbare Handlung und kann abgemahnt bzw. geklagt werden. Aber wie gesagt, ich bin kein Jurist, das ist nur meine persönliche Meinung.
Cybersquatting
Cybersquatting (engl. squatter = Hausbesetzer), auch Domänenbesetzung oder Domainsquatting, ist eine abfällige Bezeichnung für das Registrieren von Begriffen als Internet-Domainnamen, die dem Registrierenden eigentlich nicht zustehen. Die Registrierung von Personennamen wird auch als Namejacking, jene von Markennamen als Brandjacking benannt. Bei der Registrierung von Namen und Teilen davon, welche mit Personen von öffentlichem Interesse wie z. B. Musiker, Politiker oder Sportler in Zusammenhang stehen, kann von einer Überschneidung der beiden Vorgehen die Rede sein.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Cybersquatting)
Weiters führt Wikipedia aus, dass in Wahlkampagnen die Taktik genutzt wird, besondere oder irreführende Domainnamen zu registrieren, um zum Beispiel Konkurrenten bloßzustellen oder sich über sie lustig zu machen. Parteien würden dann gerne zu einer Domain greifen, die scheinbar zu einer gegnerischen Partei gehören müsste, um dort Werbung für die „falsche“ Partei zu schalten. Wikepedia schreibt, dass dies gelegentlich einen großen viralen Erfolg erzielen kann.
Ob die Registrierung dieser Domains einen großen viralen Erfolg erzielen wird, scheint wohl eher fraglich, aber zumindest scheint die SPÖ dies für eine gute Idee zu halten…
Aktuelle Nachricht von oe24.at: FPÖ schlägt mit einstweiliger Verfügung gegen SPÖ zurück
„Laut der der APA vorliegenden Einstwilligen Verfügung des Landesgerichts Wien für Zivilrechtssachen wird der SPÖ als beklagte Partei aufgetragen, „es bei sonstiger Exekution ab sofort zu unterlassen“, den Domainnamen „https://fpö.eu“ in dieser Form zu gebrauchen. “
Dies scheint die SPÖ aber nicht zu beeindrucken:
Die Seite FPÖ.eu ist nach wie vor (Stand: Freitag, 17. Mai 2024, 12.45 Uhr) mit dem Plakat von Andreas Schieder online…
Sonntag, 19. Mai 2024, 14:25
Ignoriert die SPÖ eine Einstweilige Verfügung?
Auch derzeit ist die Domain FPÖ.eu nach wie vor mit dem Plakat von Andreas Schieder online und leitet auf die Webseite der SPÖ weiter…
Die Presse berichtete vor 3 Tagen: SPÖ darf Internet-Adressen „fpö.eu“ und „vilimsky.eu“ nicht mehr verwenden
weiters: „wird der SPÖ als beklagte Partei aufgetragen, „es bei sonstiger Exekution ab sofort zu unterlassen“, den Domainnamen „https://fpö.eu“ in dieser Form zu gebrauchen“ – also es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: 1) Diese Meldung war so nicht korrekt oder 2) Die SPÖ ignoriert diese richterliche Entscheidung…
Nachtrag:
Auch die Domain stoppkickl.at gehört der SPÖ und ist auf deren Server gehosted, die Weiterleitung zu ginger.spoe.at funktioniert aber nicht.
Hier noch eine Auswahl von weiteren SPÖ Domains (bei weitem nicht vollständig):
Die Highlights der Amadeus Austrian Music Awards 2024: Alle Gewinner im Überblick
Die Amadeus Austrian Music Awards sind der wichtigste Musikpreis Österreichs, der seit 2000 jährlich in verschiedenen Kategorien an nationale Musiker und Bands verliehen wird. Die Verleihung der 24. Amadeus Austrian Music Awards fand am 26. April 2024 im Wiener Volkstheater statt und würdigte die besten österreichischen musikalischen Leistungen des Jahres.
Insgesamt 49 verschiedene Künstler und Bands waren über alle Kategorien hinweg nominiert, darunter 18 Newcomer. Die Preisverleihung bot eine Reihe musikalischer Darbietungen, die die Vielfalt der österreichischen Musiklandschaft widerspiegelten, von Hubert von Goisern, der den Lifetime Achievement Award erhielt, bis hin zu Acts wie Wanda.
Youtube Video „Red-Carpet-Highlights – Amadeus Austrian Music Awards 2024“ der Kronen Zeitung (@kronetv)
Die Hauptgewinner
Es gab keine einzelne große Gewinner, sondern drei Acts, die jeweils zwei Preise gewannen:
RAF Camora
Album des Jahres für „XV“
Hip-Hop/Urban
Bibiza
Songwriter des Jahres für „Eine Ode an Wien“
Bester Sound für „Wiener Schickeria“
Wanda
Song des Jahres für „Bei niemand anders“
Live-Act des Jahres
Hubert von Goisern
Hubert von Goisern wurde von Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.
Weitere Gewinner
Neben den Hauptgewinnern gab es auch andere Acts, die bei den Amadeus Austrian Music Awards 2024 ausgezeichnet wurden:
Kategorie-Sieger
My Ugly Clementine gewann in der Kategorie Alternative
Leftovers erhielt den Preis in der Kategorie Hard & Heavy
Molden, Seiler & das Frauenorchester wurden für Jazz/World/Blues geehrt
Aut of Orda siegte in der Kategorie Pop/Rock
Melissa Naschenweng wurde als Beste Interpretin im Schlager/Volksmusik ausgezeichnet
Außerdem ging der FM4 Award an die Band Bipolar Feminin, während Toby Romeo den Preis in der Kategorie Electronic/Dance gewann.
Hubert von Goisern (Hubert von Goisern auf MP3.Quest) erhielt den Lifetime Achievement Award und wurde dafür vom Publikum mit Standing Ovations gefeiert. Insgesamt wurden bei der Preisverleihung 15 Amadeus Austrian Music Awards in verschiedenen Kategorien vergeben.
Höhepunkte der Show
Die Verleihung der 24. Amadeus Austrian Music Awards bot einige denkwürdige Momente, die die Feierlichkeiten zu einem unvergesslichen Erlebnis machten. Einer der Höhepunkte war, als Bibiza nach dem Gewinn des Preises für den besten Sound für „Wiener Schickeria“ direkt aus seiner Trophäe trank – eine unkonventionelle, aber humorvolle Geste, die die lockere Stimmung des Abends widerspiegelte.
Ein weiterer Moment, der im Gedächtnis blieb, war RAF Camoras Dankesrede per Sprachnachricht. Anstatt live auf der Bühne zu sprechen, entschied sich der Rapper dafür, seine Worte des Dankes in einer Audio-Botschaft zu übermitteln, was einen frischen und persönlichen Touch in die Zeremonie brachte.
Doch der wohl berührendste Augenblick des Abends war Hubert von Goiserns Rede, als er den Lifetime Achievement Award entgegennahm. Mit bewegenden Worten dankte er der österreichischen Musikszene für ihre Unterstützung und betonte die Bedeutung von Musik als verbindendes Element in einer oft gespaltenen Welt. Seine Worte wurden von Standing Ovations des Publikums gewürdigt und unterstrichen von Goiserns Status als lebende Legende der österreichischen Musikkultur.
Fazit
Die Amadeus Austrian Music Awards 2024 waren eine Feier der vielfältigen österreichischen Musikszene. Die Preisverleihung würdigte nicht nur die herausragenden Leistungen des vergangenen Jahres, sondern unterstrich auch die Bedeutung von Musik als verbindendes Element in einer zunehmend gespaltenen Gesellschaft.
Mit einer Mischung aus aufregenden Performances, humorvollen Momenten und berührenden Ehrungen schuf die Veranstaltung unvergessliche Erinnerungen. Die Gewinner repräsentierten die Vielfalt der österreichischen Musiklandschaft, während die Ehrung für Hubert von Goisern die Bedeutung einer Ikone würdigte. Insgesamt hinterließen die Amadeus Awards 2024 ein Vermächtnis, das die Kraft der Musik feierte und ihre Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, unterstrich.