Österreich hat bei der Käse-WM triumphiert!

Österreich hat bei der Käse-WM triumphiert!
Herzlichen Glückwunsch!

Käseplatte
Wir haben einen Grund zum Feiern! Bei der Käse-Weltmeisterschaft hat Österreich unglaubliche 97 Medaillen gewonnen. Das ist wirklich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass 5.244 Käsesorten aus mehr als 40 Ländern teilgenommen haben.

Trotz seiner geringen Größe hat unser Land bei der Käse Weltmeisterschaft 2025 die großen Kulinarik-Nationen wie Frankreich, Italien und Spanien herausgefordert. Besonders stolz sind wir auf die drei Supergold-Medaillen für österreichische Käsereien. Dabei sticht Kärnten besonders hervor – die Käsemanufaktur Malko in Obervellach wurde gleich dreifacher Gold-Weltmeister! Der „Venediger-Taler,“ der „Felsentaler“ und der „Glockern-Taler“ erhielten alle Supergold.

Diese prestigeträchtige Veranstaltung gilt seit 1988 als weltgrößtes Event zum Thema Käse. Eine Jury aus 265 internationalen Käseexperten sorgte für eine faire Bewertung all dieser Köstlichkeiten. Kein Wunder, dass Österreich seinen Ruf als „Feinkostladen Europas“ mehr als bestätigt hat!

Österreich gewinnt 97 Auszeichnungen bei der Käse-WM 2025

Bei der 37. Ausgabe der Käse-Weltmeisterschaft 2025 in Bern hat Österreich einen historischen Erfolg erzielt. Acht österreichische Milchverarbeiter nahmen mit insgesamt 97 Käsesorten an diesem prestigeträchtigen Wettbewerb teil. Das Ergebnis war herausragend: Österreich gewann so viele Medaillen wie noch nie zuvor – insgesamt 15, davon drei Gold-, fünf Silber- und sieben Bronzemedaillen.

In der Gesamtwertung sicherte sich Österreich den dritten Platz hinter den erstplatzierten USA sowie der Schweiz und den Niederlanden, die sich gemeinsam den zweiten Platz teilten. Dies ist ein bemerkenswerter Erfolg für ein vergleichsweise kleines Land.

Die diesjährige Käse-Weltmeisterschaft stellte einen neuen Rekord auf. Erstmals fand der Wettbewerb in der Schweiz statt und verzeichnete über 5.200 Einreichungen aus 46 Ländern. Besonders bemerkenswert: Erstmals waren auch Teilnehmer aus Afghanistan und Panama dabei.

Eine hochkarätige Jury, bestehend aus 265 internationalen Käseexperten, bewertete die eingereichten Köstlichkeiten. Die Bewertung war äußerst anspruchsvoll – jeder Juror musste innerhalb weniger Stunden mindestens 40 verschiedene Käsesorten verkosten.

Dieser Erfolg unterstreicht die hervorragende Qualität österreichischer Käseproduktion und festigt unseren Ruf als erstklassiges Käseland.

Käse zur Jause

Käsereien aus Österreich holten Supergold, Gold und Silber

Die österreichischen Käsereien haben bei der Käse-Weltmeisterschaft 2025 hervorragende Ergebnisse erzielt. Besonders beeindruckend waren die drei Supergold-Auszeichnungen, die höchste Ehrung des Wettbewerbs. Diese gingen an den „Alma Vorarlberger Bergkäse g.U.“, den „Vorarlberger Bergkäse g.U. der Dorfsennerei Schlins-Röns“ sowie an den „Bergkäse mild“.

Hinweis: „g.U.“ steht für geschützte Ursprungsbezeichnung und ist ein EU-Siegel, das garantiert, dass der Käse aus einer bestimmten geografischen Region stammt und nach traditionellen Methoden hergestellt wurde

Auch die Obersteirische Molkerei glänzte mit ihrem Weinkäse, der ebenfalls Supergold erhielt. Zudem sammelte das Unternehmen insgesamt drei Goldmedaillen. Gleichauf mit drei Goldmedaillen lag die Vorarlbergmilch.

Die Almenland Stollenkäse GmbH aus dem steirischen Passail sicherte sich gleich sechs Medaillen, darunter zwei Goldauszeichnungen für ihre im Silberbergwerkstollen gereiften Käsespezialitäten.

Berglandmilch erwies sich als besonders erfolgreicher Teilnehmer mit insgesamt 17 ausgezeichneten Produkten der Marken Schärdinger und Tirol Milch. Darunter befanden sich zwei Goldmedaillen für den „Tirol Milch Tiroler Felsenkeller“ und den „Tirol Milch Tiroler Bergkäse g.U.“.

In der Silberkategorie waren die österreichischen Käsereien ebenfalls stark vertreten mit insgesamt 44 Auszeichnungen. Allein Berglandmilch holte zehn Silbermedaillen. Auch bei Bronze zeigten die heimischen Produzenten ihr Können mit zahlreichen Auszeichnungen.

Diese beeindruckende Medaillensammlung unterstreicht die außergewöhnliche Qualität und die handwerkliche Tradition der österreichischen Käseherstellung.

World Cheese Awards: Bedeutung, Bewertung und Geschichte

Die World Cheese Awards gelten als weltgrößter Käseevent und zählen zu den angesehensten Wettbewerben in der internationalen Käsewelt. Gegründet 1988 vom britischen Gourmet-Verlag „The Guild of Fine Food„, hat sich der Wettbewerb als global anerkanntes kulinarisches Ereignis etabliert.

Bei der diesjährigen Veranstaltung wurden beeindruckende 5.244 Käsesorten aus 46 Ländern eingereicht. Eine 265-köpfige internationale Jury, bestehend aus führenden Käseexperten wie Köchen, Einkäufern, Verkäufern, Journalisten und Creators, bewertete die Produkte.

Der Bewertungsprozess ist äußerst strukturiert: Zunächst arbeiten die Juroren in Zweier- oder Dreierteams und prüfen jeden Käse auf Aussehen der Rinde, Textur, Aroma und Geschmack. Dabei werden besonders für Geschmack und Mundgefühl die meisten Punkte vergeben.

Nach dieser ersten Runde nominiert jedes Team seinen besten Käse als „Super Gold“-Gewinner. Anschließend wählt eine 14-köpfige Superjury aus diesen Super-Gold-Käsen ihre persönlichen Favoriten für das Finale. In einem dramatischen Showdown vor Livepublikum werden die Finalisten erneut verkostet und mit Punkten zwischen 1 und 7 bewertet. Der Käse mit der höchsten Punktzahl wird schließlich zum „World Champion Cheese“ gekürt.

Neben den Hauptkategorien (Bronze, Silber, Gold, Super Gold) gibt es auch Spezialauszeichnungen wie „Best Artisan Cheese“ oder „Best Raw Milk Cheese“.

Schlussfolgerung

Alles in allem hat Österreich bei der Käse-Weltmeisterschaft 2025 einen triumphalen Erfolg erzielt. Unser kleines Land hat mit 97 Medaillen gezeigt, dass wir in der Welt des Käses ganz vorne mitspielen. Besonders bemerkenswert sind die drei Supergold-Auszeichnungen, die höchste Ehrung des Wettbewerbs. Die Käsemanufaktur Malko aus Kärnten hat mit ihren drei Weltmeistertiteln für den „Venediger-Taler,“ den „Felsentaler“ und den „Glockern-Taler“ Geschichte geschrieben.

Zweifellos war die Konkurrenz dieses Jahr stärker denn je. Mit über 5.200 Käsesorten aus 46 Ländern mussten sich unsere heimischen Produzenten gegen die besten der Welt durchsetzen. Dennoch hat Österreich den dritten Platz in der Gesamtwertung erreicht – hinter den USA und den zweitplatzierten Schweiz und Niederlanden.

Was diesen Erfolg noch wertvoller macht, ist die Tatsache, dass zahlreiche Käsereien aus verschiedenen Bundesländern ausgezeichnet wurden. Von der Obersteirischen Molkerei über die Vorarlbergmilch bis hin zur Almenland Stollenkäse GmbH – sie alle haben mit ihrem handwerklichen Können überzeugt.

Abschließend können wir mit Stolz sagen: Österreich hat seinen Ruf als „Feinkostladen Europas“ mehr als bestätigt. Unsere Tradition der Käseherstellung, gepaart mit Innovation und höchsten Qualitätsstandards, macht uns zu einem der führenden Käseländer weltweit. Darauf dürfen wir wirklich stolz sein!

FAQs

Q1. Wie hat Österreich bei der Käse-Weltmeisterschaft 2025 abgeschnitten?
Österreich erzielte einen historischen Erfolg mit insgesamt 97 Medaillen, darunter 15 Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze. Das Land belegte den dritten Platz in der Gesamtwertung.

Q2. Welche österreichische Käserei war besonders erfolgreich?
Die Käsemanufaktur Malko aus Kärnten zeichnete sich besonders aus. Sie gewann drei Supergold-Medaillen für ihre Käsesorten „Venediger-Taler“, „Felsentaler“ und „Glockern-Taler“.

Q3. Wie viele Käsesorten wurden bei der Weltmeisterschaft bewertet?
Bei der Käse-Weltmeisterschaft 2025 wurden insgesamt 5.244 Käsesorten aus 46 verschiedenen Ländern eingereicht und bewertet.

Q4. Wie läuft der Bewertungsprozess bei den World Cheese Awards ab?
Die Juroren arbeiten in Teams und bewerten jeden Käse nach Aussehen, Textur, Aroma und Geschmack. Die besten Käse werden als „Super Gold“ nominiert und von einer Superjury für das Finale ausgewählt.

Q5. Welche Bedeutung hat dieser Erfolg für die österreichische Käseindustrie?
Der Erfolg unterstreicht die hervorragende Qualität der österreichischen Käseproduktion und festigt den Ruf Österreichs als erstklassiges Käseland auf internationaler Ebene.

🧀 Österreichischer Käse – Prämiert
Übersicht der Firmen mit ihren Käsesorten

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Links:

World Cheese Awards

Gourmet-Verlag „The Guild of Fine Food

Youtube: Switzerland Cheese

AMA Ratgeber: Käse (Fakten & Wissenswertes über Österreichs Käsevielfalt)

 

 

Österreich ist Europameister im American Football

Historisch: Österreich dominiert Football-EM mit 27:0 Finalsieg

American Football Österreich
Photo © Touchdown Austria – Facebook Page: Touchdown Austria

Wir haben es geschafft! American Football Österreich schreibt erneut Geschichte mit einem beeindruckenden 27:0-Sieg gegen Finnland im EM-Finale. Unser Nationalteam unter Teamchef Max Sommer hat damit zum zweiten Mal in Folge den europäischen Titel geholt und den 2023 erstmals gewonnenen Pokal erfolgreich verteidigt.

Bei der Football EM in Krefeld zeigte unsere Mannschaft nicht nur im Finale eine dominante Leistung, sondern bereits im Halbfinale, als wir zum ersten Mal überhaupt Deutschland mit 30:9 besiegten. Besonders bemerkenswert: Unsere Defense ließ während des gesamten Turniers keinen einzigen Gegenpunkt zu. Das Österreich EM-Team war von Anfang an stark – gleich der erste Drive im Football EM Finale brachte einen Touchdown. Die Vienna Vikings stellten übrigens mit 21 Spielern den größten Teil unseres erfolgreichen Kaders.

Österreich schlägt Finnland im EM-Finale mit 27:0

„Es war ein unglaublich schönes Spiel, obwohl es schlampig war. Ich hab während dem Spiel Revue passieren lassen können, was da in den letzten zehn Tagen passiert ist. Das waren sicherlich die zehn schönsten Football-Tage, die ich je erlebt habe.“
Max Sommer, Head Coach, Austrian National American Football Team1

Das Finale in Krefeld begann perfekt für unser Team. Bereits im ersten Spielzug erzielte Yannick Mayr den ersten Touchdown nach einem präzisen Pass von Quarterback Alexander Reischl. Kurz darauf erhöhte Philipp Haun mit dem zweiten Touchdown auf 14:0 nach dem ersten Viertel.

Die finnische Offensive, fünfmaliger Europameister, fand gegen unsere starke Verteidigung kein Mittel. Obwohl Österreich nach der Halbzeitpause eine Interception hinnehmen musste, blieb diese folgenlos.

Im dritten Viertel sorgte dann ein genialer Trickspielzug für die Vorentscheidung: Receiver Yannick Mayr warf überraschend den Ball zu Tight End Florian Bierbaumer, der zum 21:0 vollendete. Dieser Spielzug, entwickelt von Offensive Coordinator Ivan Zivko, funktionierte perfekt.

Sieben Minuten vor Spielende wechselte Teamchef Sommer den Quarterback. Vikings-Nachwuchstalent Nico Hrouda durfte nun Finalluft schnuppern und bedankte sich prompt mit einem Touchdown-Pass auf Fabian Eder zum 27:0-Endstand.

Finnland blieb während des gesamten Spiels harmlos, unsere Defense ließ keinen einzigen Punkt zu. So verteidigte Österreich souverän den 2023 erstmals errungenen EM-Titel und durfte den Erfolg mit einer Gatorade-Dusche für Head Coach Max Sommer feiern.

Vienna Vikings dominieren das Nationalteam

Die Vienna Vikings bilden das Rückgrat unseres Europameister-Teams. Mit 21 Spielern stellte der Wiener Traditionsverein den größten Block im österreichischen Kader. Besonders bemerkenswert ist, dass nicht nur Spieler, sondern auch vier Coaches und zwei Staff-Mitglieder der Vikings zum Triumph beitrugen.

Fabian Eder, der den letzten Touchdown im Finale fing, Armin Reichhardt, Nick Holub und Philipp Pennekamp vertraten die Vikings auf dem Spielfeld. Im Coaching-Staff wirkten Benjamin Sobotka, Lukas Sträßler, Philipp Jobstmann und Daniel Brandmayr mit.

Der Erfolg der Vikings in der European League of Football (ELF) spiegelt sich im Nationalteam wider. Immerhin standen die Vikings in der ELF in vier Saisonen dreimal im Finale und holten 2022 den Titel. Diese internationale Erfahrung zahlte sich beim EM-Turnier aus.

Allerdings ist die Vikings-Familie international aufgestellt. Der finnische Defensive Back Elmeri Laalo, der für die Vikings in der ELF spielt, stand im Finale auf der gegnerischen Seite. Er wurde kürzlich für die Saison 2025 bei den Vikings bestätigt.

Die starke Präsenz der Vikings macht das Wiener Franchise zum europäischen Team mit den meisten Nationalspielern überhaupt. Dadurch wird deutlich, warum die Vienna Vikings als „number one team in Europe“ bezeichnet werden und maßgeblich zum EM-Erfolg beitrugen.

Was dieser Sieg für den österreichischen Football bedeutet

„Es ist ein Mega-Moment für mich. Die letzten zehn Tage haben so viel Spaß gemacht, wie noch keine zehn Tage davor. Für mich war es höchstwahrscheinlich der letzte Auftritt im Nationalteam, aber Österreich ist noch nicht fertig.“
Sandro Platzgummer, Running Back, Austrian National American Football Team2

Dieser EM-Triumph ist mehr als nur ein weiterer Titel für den österreichischen Football. Nach Silbermedaillen 2014 und 2018 erlebt der Sport hierzulande aktuell einen beispiellosen Höhenflug. Besonders bemerkenswert dabei: Wir dominieren nicht nur im Tackle Football die europäische Szene.

Im Flag Football, der kontaktlosen Variante, sicherten sich unsere Nationalteams erst vor einem Monat bei der EM in Paris sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die Silbermedaille. Diese Erfolge sind besonders mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles wertvoll, wo Flag Football erstmals olympisch sein wird.

Unser größter Star im internationalen Football bleibt Bernhard Raimann. Der Offensive Tackle der Indianapolis Colts unterschrieb kürzlich einen 100-Millionen-Dollar-Vertrag3 und ist damit nicht nur sportlich, sondern auch finanziell einer der erfolgreichsten Österreicher im Profisport. Seine Colts stehen aktuell bei sieben Siegen und nur einer Niederlage – keine NFL-Mannschaft hat eine bessere Bilanz.

Für Head Coach Max Sommer waren die EM-Tage „sicherlich die zehn schönsten Football-Tage, die ich je erlebt habe“. Runningback Sandro Platzgummer ergänzt: „Seit 2013 war das Nationalteam immer die beste Zeit im Jahr, und das hat sich jetzt noch mehr gefestigt. Hier geht es nicht um einzelne Personen, sondern um das Team“.

Dieser Erfolg zeigt: Österreichischer Football ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Entwicklung – und vielleicht erst der Anfang einer noch größeren Erfolgsgeschichte.

Fazit

Zusammenfassend erleben wir gerade eine goldene Ära des österreichischen American Football. Unser Team hat nicht nur den EM-Titel mit einem beeindruckenden 27:0 gegen Finnland verteidigt, sondern während des gesamten Turniers keinen einzigen Gegenpunkt zugelassen. Diese Dominanz unterstreicht, wie weit sich unser Sport hierzulande entwickelt hat.

Die Vienna Vikings spielten dabei eine Schlüsselrolle4. Mit 21 Spielern formten sie das Rückgrat unserer Nationalmannschaft und bewiesen, warum sie als „number one team in Europe“ gelten. Ihre internationale Erfahrung aus der European League of Football hat sich eindeutig ausgezahlt.

Besonders erfreulich ist auch die Breite unseres Erfolgs. Neben dem Tackle Football glänzen wir ebenso im Flag Football mit Silbermedaillen bei den Männern und Frauen. Daher blicken wir mit großen Hoffnungen auf die Olympischen Spiele 2028, wo Flag Football erstmals olympisch sein wird.

Obwohl dieser Sieg ein Höhepunkt ist, könnte er erst der Anfang sein. Die Begeisterung für American Football wächst stetig in Österreich, und mit Vorbildern wie Bernhard Raimann in der NFL öffnen sich neue Türen. Unser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit und Leidenschaft.

Letztendlich bestätigt dieser EM-Triumph, was viele von uns schon lange wussten: Österreich hat sich als echte Football-Nation etabliert. Wir dürfen stolz sein auf das, was unser Team erreicht hat – und gespannt darauf, was die Zukunft noch bringen wird.

FAQs

Q1. Wie hat Österreich im EM-Finale gegen Finnland abgeschnitten?
Österreich gewann das EM-Finale gegen Finnland mit einem beeindruckenden Ergebnis von 27:0 und verteidigte damit erfolgreich den Europameistertitel.

Q2. Welche Rolle spielten die Vienna Vikings im österreichischen Nationalteam?
Die Vienna Vikings4 stellten mit 21 Spielern den Großteil des österreichischen Kaders und trugen maßgeblich zum Erfolg bei. Auch vier Coaches und zwei Staff-Mitglieder der Vikings waren Teil des Europameister-Teams.

Q3. Wer war der herausragende Spieler im österreichischen Team während der EM?
Quarterback Alexander Reischl5 wurde zum MVP (Most Valuable Player) des Turniers gekürt und spielte eine Schlüsselrolle beim Erfolg des österreichischen Teams.

Q4. Wie sieht die Zukunft des American Football in Österreich aus?
Die Zukunft des American Football in Österreich sieht vielversprechend aus. Neben den Erfolgen im Tackle Football gibt es auch Erfolge im Flag Football, der 2028 olympisch wird. Zudem repräsentiert Bernhard Raimann Österreich erfolgreich in der NFL.

Q5. Was macht den Erfolg des österreichischen Football-Nationalteams so besonders?
Der Erfolg ist besonders bemerkenswert, weil Österreich nicht nur den EM-Titel verteidigte, sondern während des gesamten Turniers keinen einzigen Gegenpunkt zuließ. Dies unterstreicht die Dominanz und Entwicklung des Sports in Österreich.

Referenzen / Links

1Max Sommer, Head Coach, Austrian National American Football Team

2 – Sandro Platzgummer, Running Back, Austrian National American Football Team

3 – ORF Österreich verteidigt Europas Thron

4Vienna Vikings

5Alexander Reischl

 

Analyse des Erfolgs von Team Austria bei den EuroSkills 2025

Gastbeitrag von Dr. Viktor R.

Analyse des Erfolgs von Team Austria bei den EuroSkills 2025: Eine Leistungsbilanz und die Bedeutung für die österreichische Berufsbildung

EuroSkills Herning 2025

1. Executive Summary

Team Austria hat bei den EuroSkills 2025 in Herning, Dänemark, eine historische und herausragende Leistung erbracht und sich damit eindrucksvoll als eine der führenden Nationen Europas im Bereich der Berufsbildung etabliert. Mit einer offiziellen Bilanz von sechs Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen sowie 17 „Medallions for Excellence“  – „Medaillen für herausragende Leistungen“ unterstrich die Delegation nicht nur ihre fachliche Spitze, sondern auch die außergewöhnliche Breite ihres Talents. Der Erfolg ist das direkte Resultat eines robusten dualen Ausbildungssystems und einer gezielten, institutionellen Förderung, die junge Fachkräfte in Österreich gezielt auf internationale Wettbewerbe vorbereitet.

Dieser Bericht geht über die reine Statistik hinaus, um die zugrundeliegenden Faktoren des Erfolgs zu beleuchten und dessen weitreichende Implikationen für den österreichischen Arbeitsmarkt und die Gesellschaft zu analysieren. Die Leistungen in Herning sind ein strategisches Signal für die hohe Qualität und Zukunftsfähigkeit der Berufsbildung in Österreich. Sie dienen als entscheidendes Instrument, um das Ansehen des Handwerks zu steigern, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die nächste Generation für eine Karriere in den technischen und handwerklichen Berufen zu begeistern. Die detaillierte Leistungsbilanz der Delegation bietet eine solide Grundlage für die weitere Stärkung und strategische Nutzung dieses wertvollen nationalen Potentials.

2. Einleitung: Herning 2025 – Das europäische Schaufenster der Leistungsfähigkeit

Die EuroSkills, die alle zwei Jahre stattfinden, gelten als die größte Berufsbildungsveranstaltung des Kontinents, bei der sich die besten jungen Talente Europas messen. Die neunte Auflage dieses Wettbewerbs wurde vom 9. bis 13. September 2025 im MCH Messecenter Herning, Dänemark, ausgetragen und lockte fast 600 junge Fachkräfte unter 25 Jahren aus 32 Ländern an. Sie kämpften in 38 verschiedenen Berufssparten um den prestigeträchtigen Titel „Best in Europe“. Das Event, das über 100.000 Besucher anzog und sogar mit einem Besuch von S.M. König Frederik X. von Dänemark gewürdigt wurde, fungierte als globales Schaufenster für die Spitzenleistungen der beruflichen Bildung und ihre Bedeutung für die europäische Wirtschaft.

Für Österreich hatten die EuroSkills 2025 eine besondere Bedeutung. Als Titelverteidiger der letzten Meisterschaften 2023 in Danzig ging Team Austria mit einer der größten Delegationen Europas an den Start. 44 hochmotivierte Fachkräfte traten in 36 Berufen an, um die Stärke der heimischen Ausbildung unter Beweis zu stellen. Ihre feierliche Verabschiedung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) in Wien unterstrich bereits im Vorfeld das hohe politische und wirtschaftliche Vertrauen in die junge Generation. Dieser Bericht untersucht die Ergebnisse dieses Wettstreits, analysiert die Faktoren, die zum Erfolg führten, und diskutiert die langfristigen Auswirkungen auf die österreichische Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik.

3. Österreichs triumphaler Medaillenregen: Eine detaillierte Leistungsbilanz

Die EuroSkills 2025 in Herning endeten für Team Austria mit einem Medaillenregen, der die Leistungsfähigkeit der österreichischen Fachkräfte eindrucksvoll bestätigte.

Die offizielle Medaillenbilanz

Die offizielle, von SkillsAustria und österreichischen Medien kommunizierte Bilanz weist sechs Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen aus. Während diese Zählung die beeindruckende Leistung des Teams widerspiegelt, ist eine differenzierte Betrachtung der Ergebnisse notwendig. Die internationale Statistik des WorldSkills Europe führt für Österreich fünf Goldmedaillen. Diese Divergenz beruht auf der Zählweise von Teamwettbewerben: Während österreichische Quellen die Goldmedaillen der Betonbauer Lukas Miedler (NÖ) und Lukas Ritzberger (OÖ) als zwei individuelle Goldmedaillen für ihre jeweiligen Bundesländer ausweisen, wird die Teamleistung international häufig als eine einzige Medaille für die Nation gezählt. Beide Zählweisen unterstreichen jedoch die herausragende Qualität der österreichischen Berufsbildung und die Dominanz in dieser Disziplin. Die ungeschlagene Serie Österreichs im Betonbau seit 2015 belegt dies eindrucksvoll.

Die Medaillengewinner: Helden des Handwerks

Die 12 Medaillen wurden von jungen Fachkräften aus verschiedenen Bundesländern erobert und spiegeln die breite Basis an Spitzenleistungen im ganzen Land wider.

Goldmedaillengewinner

  • Jonas Danninger (Oberösterreich) in der Kälte- und Klimatechnik. Seine Leistung wurde zusätzlich durch die Ehrung als „Best of Nation“ für die höchste Gesamtpunktezahl aller österreichischen Teilnehmer gewürdigt
    (Ooe.Orf.at)
  • Leonie Tieber (Steiermark) in der Kfz-Technik (ÖAMTC Steiermark). Sie schrieb Geschichte als erste Frau, die in dieser traditionell männlich dominierten Disziplin den Europameistertitel gewann (Steiermark.Orf.at)
  • Sara Sinhuber (Niederösterreich) als Fliesenlegerin. Sie setzte die Erfolgsserie österreichischer Fliesenleger fort, die nun den vierten Titel in Folge bei Europa- oder Weltmeisterschaften errangen (Sara Sinhuber aus Rastenfeld holt Gold).
  • Elena Mathis (Vorarlberg) in der Hotel-Rezeption. Ihre Goldmedaille markiert die fünfte Medaille in dieser Disziplin und die dritte in Folge für Österreich bei EuroSkills (Vorarlberg setzt auf Elena Mathis)
  • Johannes Gstrein (Tirol) in der Sanitär- und Heizungstechnik (Tirol entsendet ein Quartett im Kampf um Gold).
  • Lukas Miedler (Niederösterreich) und Lukas Ritzberger (Oberösterreich) im Betonbau (Österreichs Bau-Helden erobern Dänemark!).

Silber- und Bronzemedaillengewinner

  • Silbermedaillen: Martin Riegler (Oberösterreich) in der Anlagenelektrik, Markus Manser (Vorarlberg) als Bodenleger, und das Team Miriam Haider (Oberösterreich) und Theresa Fink (Salzburg) in der Mode-Technologie.
  • Bronzemedaillen: Tarik Begeta und Stefan Tomp (Wien) in der IT-Netzwerk- und Systemadministration, Katharina Höller (Steiermark) als Malerin, und Daniel Schinagl (Oberösterreich) als Schweißer.

Die 17 Medallions for Excellence: Zeichen der Breite und Tiefe des Talents

Zusätzlich zu den Medaillen wurden 17 Teilnehmer mit dem „Medallion for Excellence“ ausgezeichnet. Dieses Diplom wird an jene Fachkräfte verliehen, die eine herausragende Leistung von mindestens 700 von 800 möglichen Punkten erreichen, ohne einen Medaillenrang zu belegen. Die hohe Anzahl dieser Auszeichnungen belegt, dass der Erfolg von Team Austria nicht auf wenigen Spitzentalenten beruht, sondern auf einer breiten Basis exzellent ausgebildeter Fachkräfte. Die Auszeichnungen verteilen sich über mehrere Bundesländer wie Oberösterreich, Steiermark, Niederösterreich, Tirol, Salzburg, Vorarlberg und Wien, was die flächendeckende Qualität der Berufsbildung im gesamten Land untermauert.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Medaillengewinner, die die österreichische Bilanz von 6 Gold-, 3 Silber- und 3 Bronzemedaillen vervollständigen:

Beruf Name Medaille Bundesland
Kälte- und Klimatechnik Jonas Danninger Gold Oberösterreich
Kfz-Technik Leonie Tieber Gold Steiermark
Fliesenlegerin Sara Sinhuber Gold Niederösterreich
Hotel-Rezeption Elena Mathis Gold Vorarlberg
Sanitär- und Heizungstechnik Johannes Gstrein Gold Tirol
Betonbau Lukas Miedler & Lukas Ritzberger Gold Niederösterreich / Oberösterreich
Anlagenelektrik Martin Riegler Silber Oberösterreich
Bodenleger Markus Manser Silber Vorarlberg
Mode-Technologie Miriam Haider & Theresa Fink Silber Oberösterreich / Salzburg
IT Netzwerk- und Systemadministration Tarik Begeta & Stefan Tomp Bronze Wien
Malerin Katharina Höller Bronze Steiermark
Schweißen Daniel Schinagl Bronze Oberösterreich

Die Medallions for Excellence unterstreichen die beeindruckende Tiefe des österreichischen Talentspektrums:

Beruf Name(n) Bundesland
Bäckerin Sarah Klinger Oberösterreich
Bautischler Thomas Leitner Steiermark
Elektronik Jakob Schaumberger Oberösterreich
Elektrotechnik Florian Demelbauer Oberösterreich
Floristik Sophie Bretterklieber Steiermark
Gartengestaltung Maximilian Lindlbauer & Roman Stadler Oberösterreich
Grafikdesign Eva Manninger Steiermark
Hochbau (Maurer) Stefan Lanzl Steiermark
Koch Hannes Sortsch Oberösterreich
Konditorin Lisa Schögl Oberösterreich
Maschinenbau CAD Sandro Flatz Vorarlberg
Möbeltischler Udo Gnadenberger Niederösterreich
Restaurant Service Maria Gesslbauer Steiermark
Stuckateur und Trockenausbau Misal Omerovic Salzburg
Web Development Markus Wizany Wien
Digitale Produktionstechnik (Industrie 4.0) David Herzina-Rusch Wien
Zimmerer Johannes Rieger Steiermark

4. Internationale Einordnung und die strategische Positionierung Österreichs

Der Erfolg von Team Austria lässt sich am besten im Kontext des internationalen Wettbewerbs beurteilen.

Österreich liegt im europäischen Spitzenfeld

Während Frankreich mit 17 Gesamtmedaillen (darunter sieben Goldmedaillen) die am häufigsten dekorierte Nation war und die Schweiz (nach offizieller Zählung) die meisten Goldmedaillen (sechs) gewann, positionierte sich Österreich mit insgesamt 12 Podiumsplätzen und 17 Medallions for Excellence fest in den Top 5 der Rangliste. Dies bestätigt die konstante Spitzenposition Österreichs auf europäischer Ebene.

Die folgende Tabelle veranschaulicht die Leistung der führenden Nationen bei den EuroSkills 2025:

Position Nation Gold Silber Bronze Medallions for Excellence
1 Schweiz 6 3 2 2
2 Deutschland 7 6 2 6
3 Frankreich 7 5 5 10
4 Ungarn 4 2 5 5
5 Österreich 5 3 3 17

Hinweis: Die Medaillenzahl Österreichs in dieser Tabelle folgt der internationalen Zählweise, bei der Team-Medaillen als eine einzige gewertet werden.

Österreichs größte Delegation: Eine strategische Entscheidung

Österreich entsandte mit 44 Teilnehmern die größte Delegation aller teilnehmenden Nationen nach Dänemark. Damit übertraf man Gastgeber Dänemark (43), Frankreich (37) und Deutschland (32) deutlich. Die Entscheidung, in 36 von 38 Berufen anzutreten, war ein strategisches Statement. Anstatt sich auf wenige Kernkompetenzen zu beschränken, demonstrierte Österreich die Stärke und Breite seines Fachkräfteangebots auf der größtmöglichen Bühne. Dieses Vorgehen erhöht die statistische Wahrscheinlichkeit, Medaillen und Auszeichnungen zu gewinnen, und unterstreicht die Überzeugung, dass das nationale Ausbildungssystem in der Lage ist, in nahezu jeder Disziplin auf höchstem Niveau zu konkurrieren. Die große Anzahl an Medallions for Excellence ist ein direkter Beweis für diese systematische Qualität und die tiefe Bank an Talenten, die das Land besitzt.

Historischer Kontext und Kontinuität des Erfolgs

Die hervorragende Leistung in Herning ist kein Einzelfall, sondern setzt die lange Serie erfolgreicher Teilnahmen Österreichs an internationalen Berufswettbewerben fort. Bereits bei den EuroSkills 2023 in Danzig konnte das Team die meisten Medaillen erobern, was den Status als Titelverteidiger begründete. Die beispiellose Serie im Betonbau, in dem österreichische Teams seit 2015 ungeschlagen sind, sowie die dritte Goldmedaille in Folge in der Hotel-Rezeption sind Beispiele für diese nachhaltige Erfolgskultur. Diese Konstanz ist ein klares Indiz dafür, dass die Erfolgsfaktoren tief in der Struktur und den Prozessen der österreichischen Berufsbildung verankert sind.

5. Erfolgsfaktoren und strategische Implikationen für die österreichische Berufsbildung

Der Triumph in Herning ist das Ergebnis einer Kombination aus systemischen und menschlichen Faktoren.

Das duale Ausbildungssystem: Die Wurzel des Erfolgs

Der primäre Erfolgsfaktor ist unbestritten das österreichische duale Ausbildungssystem. Die einzigartige Verknüpfung von theoretischem Unterricht in der Berufsschule und intensiver praktischer Erfahrung in den Betrieben schafft eine praxisorientierte Ausbildung, die die jungen Fachkräfte optimal auf die komplexen und praxisnahen Aufgaben der EuroSkills vorbereitet. Die Teilnehmer sind nicht nur theoretisch versiert, sondern auch geübt darin, unter realen Bedingungen mit echten Materialien und Werkzeugen zu arbeiten. Dieses System hat sich als entscheidender Wettbewerbsvorteil erwiesen und ermöglicht es den österreichischen Talenten, sich von Konkurrenten abzuheben, deren Ausbildung möglicherweise stärker auf akademische Inhalte ausgerichtet ist.

Mentoring und Expertise: Das menschliche Element

Ein weiterer entscheidender Faktor ist das umfassende Mentoring-System, das von Coaches und Experten aufgebaut wurde. Der Erfolg ist nicht nur dem System, sondern auch den Menschen zu verdanken, die ihr Wissen und ihre Erfahrung an die nächste Generation weitergeben. Beispiele wie Rupert Danninger, der seinen Sohn Jonas zu EM-Gold coachte, oder Christoph Pessl, selbst ehemaliger Europa- und Weltmeister, der nun als Trainer die Medaillengewinner betreut, zeigen einen tief verwurzelten Kreislauf der Spitzenleistungen. Ehemalige Champions geben ihre Erfahrungen unter Wettkampfdruck, ihre fachlichen Spezialkenntnisse und ihre mentale Stärke an ihre Schützlinge weiter. Dieser selbstverstärkende Zyklus ist ein Alleinstellungsmerkmal, das die Qualität der Ausbildung kontinuierlich steigert und die österreichische Skills-Bewegung zu einem sich ständig verbessernden Ökosystem der Berufsbildung macht.

Die Rolle von SkillsAustria und der Wirtschaftskammer (WKO)

Der Erfolg von Team Austria wäre ohne die starke institutionelle Unterstützung von SkillsAustria und der Wirtschaftskammer nicht möglich gewesen. SkillsAustria koordiniert nicht nur die nationalen Vorausscheidungen, die „AustrianSkills„, sondern übernimmt auch die Vorbereitung und die Organisation der Entsendung des Nationalteams. Das Engagement von Vertretern aus Politik und Wirtschaft, die das Team offiziell in Wien verabschiedeten, unterstreicht das hohe nationale Bekenntnis zu diesen Wettbewerben als wichtiges Instrument der Berufsförderung.

Die gesellschaftliche Wirkung: Image und Anziehungskraft

Die Medaillengewinner der EuroSkills sind nicht nur Athleten, sondern Botschafter für ihre Berufe. Ihr Erfolg trägt maßgeblich dazu bei, das veraltete Image des Handwerks zu modernisieren und die Wertschätzung für die „Skills“ in der Gesellschaft zu steigern. Die Leistungen in Herning zeigen, dass handwerkliche und technische Berufe intellektuell anspruchsvoll, innovativ und international konkurrenzfähig sind. In einer Zeit des Fachkräftemangels in vielen Branchen ist dies ein entscheidender Impuls, um junge Menschen zu ermutigen, eine Lehre oder eine berufsbildende Ausbildung in Betracht zu ziehen. Die öffentliche Anerkennung der Talente und die Medienpräsenz des Erfolgs können direkt dazu beitragen, die Anzahl der Lehrstellensuchenden zu erhöhen und damit die Fachkräfteversorgung der österreichischen Wirtschaft nachhaltig zu sichern.

6. Ausblick und Empfehlungen für die Zukunft

Der Triumph bei den EuroSkills 2025 ist ein Erfolg, der über den sportlichen Wettkampf hinausweist und als strategischer Vorteil für Österreich genutzt werden sollte.

Momentum nutzen

Es wird empfohlen, den Schwung dieses Erfolgs zu nutzen, um die öffentliche Wahrnehmung der Berufsbildung weiter zu stärken. Die Medaillengewinner und die Medallion-Empfänger sind ideale Vorbilder, die in Schulen, auf Jobmessen und in Medienkampagnen als Botschafter für ihre Berufe eingesetzt werden können. Ihr Erfolg demonstriert eindrucksvoll, dass eine Karriere im Handwerk und in technischen Berufen nicht nur sicher, sondern auch international prestigeträchtig ist.

Empfehlungen für Politik und Wirtschaft

Um die internationale Spitzenposition Österreichs nachhaltig zu sichern, sollten folgende Maßnahmen in Betracht gezogen werden:

  1. Gezielte Investition: Eine Aufstockung der finanziellen und ideellen Unterstützung für SkillsAustria und die Vorbereitung auf internationale Wettbewerbe ist unerlässlich. Dies umfasst die Finanzierung von Workshops, Trainingscamps und die Bereitstellung modernster Ausrüstung.
  2. Stärkung der Mentoring-Struktur: Der bewährte Kreislauf der Spitzenleistungen sollte weiter gefördert werden, indem ehemalige Medaillengewinner in die Rolle von Coaches und Experten eingebunden werden. Ihre Erfahrungen sind von unschätzbarem Wert für die nächste Generation von Talenten.
  3. Nationale Anerkennung: Die Auszeichnung mit dem „Medallion for Excellence“ könnte auch auf nationaler Ebene bei den AustrianSkills eingeführt werden, um die Anerkennung für jene Talente zu steigern, die knapp an einem Medaillenrang vorbeischrammen, aber dennoch exzellente Leistungen erbringen.
  4. Internationale Kooperation: Ein intensiverer Austausch mit anderen erfolgreichen Nationen wie der Schweiz und Dänemark kann dazu beitragen, bewährte Praktiken zu teilen und die Position Österreichs als Vordenker der Berufsbildung weiter zu festigen.

7. Fazit: Ein Fest der Talente und ein Signal für die Zukunft

Die EuroSkills 2025 waren mehr als nur ein Wettbewerb. Sie waren eine eindrucksvolle Bestätigung für die Spitzenqualität und die visionäre Ausrichtung der österreichischen Berufsbildung. Der Erfolg von Team Austria ist das Ergebnis einer tief verwurzelten Kultur der Spitzenleistungen, die durch das duale Ausbildungssystem und ein starkes Mentoring-Netzwerk gefördert wird. Das Erreichte ist ein klares Signal für die Zukunft: Österreich ist dank seiner jungen Fachkräfte und seines bewährten Ausbildungssystems hervorragend positioniert, um die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu meistern. Der Triumph in Herning ist ein nationaler Erfolg, der als Ansporn und Vorbild für die gesamte Gesellschaft dienen sollte.