Gastbeitrag von Dr. Viktor R.
Analyse des Erfolgs von Team Austria bei den EuroSkills 2025: Eine Leistungsbilanz und die Bedeutung für die österreichische Berufsbildung

1. Executive Summary
Team Austria hat bei den EuroSkills 2025 in Herning, Dänemark, eine historische und herausragende Leistung erbracht und sich damit eindrucksvoll als eine der führenden Nationen Europas im Bereich der Berufsbildung etabliert. Mit einer offiziellen Bilanz von sechs Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen sowie 17 „Medallions for Excellence“ – „Medaillen für herausragende Leistungen“ unterstrich die Delegation nicht nur ihre fachliche Spitze, sondern auch die außergewöhnliche Breite ihres Talents. Der Erfolg ist das direkte Resultat eines robusten dualen Ausbildungssystems und einer gezielten, institutionellen Förderung, die junge Fachkräfte in Österreich gezielt auf internationale Wettbewerbe vorbereitet.
Dieser Bericht geht über die reine Statistik hinaus, um die zugrundeliegenden Faktoren des Erfolgs zu beleuchten und dessen weitreichende Implikationen für den österreichischen Arbeitsmarkt und die Gesellschaft zu analysieren. Die Leistungen in Herning sind ein strategisches Signal für die hohe Qualität und Zukunftsfähigkeit der Berufsbildung in Österreich. Sie dienen als entscheidendes Instrument, um das Ansehen des Handwerks zu steigern, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die nächste Generation für eine Karriere in den technischen und handwerklichen Berufen zu begeistern. Die detaillierte Leistungsbilanz der Delegation bietet eine solide Grundlage für die weitere Stärkung und strategische Nutzung dieses wertvollen nationalen Potentials.
2. Einleitung: Herning 2025 – Das europäische Schaufenster der Leistungsfähigkeit
Die EuroSkills, die alle zwei Jahre stattfinden, gelten als die größte Berufsbildungsveranstaltung des Kontinents, bei der sich die besten jungen Talente Europas messen. Die neunte Auflage dieses Wettbewerbs wurde vom 9. bis 13. September 2025 im MCH Messecenter Herning, Dänemark, ausgetragen und lockte fast 600 junge Fachkräfte unter 25 Jahren aus 32 Ländern an. Sie kämpften in 38 verschiedenen Berufssparten um den prestigeträchtigen Titel „Best in Europe“. Das Event, das über 100.000 Besucher anzog und sogar mit einem Besuch von S.M. König Frederik X. von Dänemark gewürdigt wurde, fungierte als globales Schaufenster für die Spitzenleistungen der beruflichen Bildung und ihre Bedeutung für die europäische Wirtschaft.
Für Österreich hatten die EuroSkills 2025 eine besondere Bedeutung. Als Titelverteidiger der letzten Meisterschaften 2023 in Danzig ging Team Austria mit einer der größten Delegationen Europas an den Start. 44 hochmotivierte Fachkräfte traten in 36 Berufen an, um die Stärke der heimischen Ausbildung unter Beweis zu stellen. Ihre feierliche Verabschiedung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) in Wien unterstrich bereits im Vorfeld das hohe politische und wirtschaftliche Vertrauen in die junge Generation. Dieser Bericht untersucht die Ergebnisse dieses Wettstreits, analysiert die Faktoren, die zum Erfolg führten, und diskutiert die langfristigen Auswirkungen auf die österreichische Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik.
3. Österreichs triumphaler Medaillenregen: Eine detaillierte Leistungsbilanz
Die EuroSkills 2025 in Herning endeten für Team Austria mit einem Medaillenregen, der die Leistungsfähigkeit der österreichischen Fachkräfte eindrucksvoll bestätigte.
Die offizielle Medaillenbilanz
Die offizielle, von SkillsAustria und österreichischen Medien kommunizierte Bilanz weist sechs Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen aus. Während diese Zählung die beeindruckende Leistung des Teams widerspiegelt, ist eine differenzierte Betrachtung der Ergebnisse notwendig. Die internationale Statistik des WorldSkills Europe führt für Österreich fünf Goldmedaillen. Diese Divergenz beruht auf der Zählweise von Teamwettbewerben: Während österreichische Quellen die Goldmedaillen der Betonbauer Lukas Miedler (NÖ) und Lukas Ritzberger (OÖ) als zwei individuelle Goldmedaillen für ihre jeweiligen Bundesländer ausweisen, wird die Teamleistung international häufig als eine einzige Medaille für die Nation gezählt. Beide Zählweisen unterstreichen jedoch die herausragende Qualität der österreichischen Berufsbildung und die Dominanz in dieser Disziplin. Die ungeschlagene Serie Österreichs im Betonbau seit 2015 belegt dies eindrucksvoll.
Die Medaillengewinner: Helden des Handwerks
Die 12 Medaillen wurden von jungen Fachkräften aus verschiedenen Bundesländern erobert und spiegeln die breite Basis an Spitzenleistungen im ganzen Land wider.
Goldmedaillengewinner
- Jonas Danninger (Oberösterreich) in der Kälte- und Klimatechnik. Seine Leistung wurde zusätzlich durch die Ehrung als „Best of Nation“ für die höchste Gesamtpunktezahl aller österreichischen Teilnehmer gewürdigt
(Ooe.Orf.at)
- Leonie Tieber (Steiermark) in der Kfz-Technik (ÖAMTC Steiermark). Sie schrieb Geschichte als erste Frau, die in dieser traditionell männlich dominierten Disziplin den Europameistertitel gewann (Steiermark.Orf.at)
- Sara Sinhuber (Niederösterreich) als Fliesenlegerin. Sie setzte die Erfolgsserie österreichischer Fliesenleger fort, die nun den vierten Titel in Folge bei Europa- oder Weltmeisterschaften errangen (Sara Sinhuber aus Rastenfeld holt Gold).
- Elena Mathis (Vorarlberg) in der Hotel-Rezeption. Ihre Goldmedaille markiert die fünfte Medaille in dieser Disziplin und die dritte in Folge für Österreich bei EuroSkills (Vorarlberg setzt auf Elena Mathis)
- Johannes Gstrein (Tirol) in der Sanitär- und Heizungstechnik (Tirol entsendet ein Quartett im Kampf um Gold).
- Lukas Miedler (Niederösterreich) und Lukas Ritzberger (Oberösterreich) im Betonbau (Österreichs Bau-Helden erobern Dänemark!).
Silber- und Bronzemedaillengewinner
- Silbermedaillen: Martin Riegler (Oberösterreich) in der Anlagenelektrik, Markus Manser (Vorarlberg) als Bodenleger, und das Team Miriam Haider (Oberösterreich) und Theresa Fink (Salzburg) in der Mode-Technologie.
- Bronzemedaillen: Tarik Begeta und Stefan Tomp (Wien) in der IT-Netzwerk- und Systemadministration, Katharina Höller (Steiermark) als Malerin, und Daniel Schinagl (Oberösterreich) als Schweißer.
Die 17 Medallions for Excellence: Zeichen der Breite und Tiefe des Talents
Zusätzlich zu den Medaillen wurden 17 Teilnehmer mit dem „Medallion for Excellence“ ausgezeichnet. Dieses Diplom wird an jene Fachkräfte verliehen, die eine herausragende Leistung von mindestens 700 von 800 möglichen Punkten erreichen, ohne einen Medaillenrang zu belegen. Die hohe Anzahl dieser Auszeichnungen belegt, dass der Erfolg von Team Austria nicht auf wenigen Spitzentalenten beruht, sondern auf einer breiten Basis exzellent ausgebildeter Fachkräfte. Die Auszeichnungen verteilen sich über mehrere Bundesländer wie Oberösterreich, Steiermark, Niederösterreich, Tirol, Salzburg, Vorarlberg und Wien, was die flächendeckende Qualität der Berufsbildung im gesamten Land untermauert.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Medaillengewinner, die die österreichische Bilanz von 6 Gold-, 3 Silber- und 3 Bronzemedaillen vervollständigen:
| Beruf |
Name |
Medaille |
Bundesland |
| Kälte- und Klimatechnik |
Jonas Danninger |
Gold |
Oberösterreich |
| Kfz-Technik |
Leonie Tieber |
Gold |
Steiermark |
| Fliesenlegerin |
Sara Sinhuber |
Gold |
Niederösterreich |
| Hotel-Rezeption |
Elena Mathis |
Gold |
Vorarlberg |
| Sanitär- und Heizungstechnik |
Johannes Gstrein |
Gold |
Tirol |
| Betonbau |
Lukas Miedler & Lukas Ritzberger |
Gold |
Niederösterreich / Oberösterreich |
| Anlagenelektrik |
Martin Riegler |
Silber |
Oberösterreich |
| Bodenleger |
Markus Manser |
Silber |
Vorarlberg |
| Mode-Technologie |
Miriam Haider & Theresa Fink |
Silber |
Oberösterreich / Salzburg |
| IT Netzwerk- und Systemadministration |
Tarik Begeta & Stefan Tomp |
Bronze |
Wien |
| Malerin |
Katharina Höller |
Bronze |
Steiermark |
| Schweißen |
Daniel Schinagl |
Bronze |
Oberösterreich |
Die Medallions for Excellence unterstreichen die beeindruckende Tiefe des österreichischen Talentspektrums:
| Beruf |
Name(n) |
Bundesland |
| Bäckerin |
Sarah Klinger |
Oberösterreich |
| Bautischler |
Thomas Leitner |
Steiermark |
| Elektronik |
Jakob Schaumberger |
Oberösterreich |
| Elektrotechnik |
Florian Demelbauer |
Oberösterreich |
| Floristik |
Sophie Bretterklieber |
Steiermark |
| Gartengestaltung |
Maximilian Lindlbauer & Roman Stadler |
Oberösterreich |
| Grafikdesign |
Eva Manninger |
Steiermark |
| Hochbau (Maurer) |
Stefan Lanzl |
Steiermark |
| Koch |
Hannes Sortsch |
Oberösterreich |
| Konditorin |
Lisa Schögl |
Oberösterreich |
| Maschinenbau CAD |
Sandro Flatz |
Vorarlberg |
| Möbeltischler |
Udo Gnadenberger |
Niederösterreich |
| Restaurant Service |
Maria Gesslbauer |
Steiermark |
| Stuckateur und Trockenausbau |
Misal Omerovic |
Salzburg |
| Web Development |
Markus Wizany |
Wien |
| Digitale Produktionstechnik (Industrie 4.0) |
David Herzina-Rusch |
Wien |
| Zimmerer |
Johannes Rieger |
Steiermark |
4. Internationale Einordnung und die strategische Positionierung Österreichs
Der Erfolg von Team Austria lässt sich am besten im Kontext des internationalen Wettbewerbs beurteilen.
Österreich liegt im europäischen Spitzenfeld
Während Frankreich mit 17 Gesamtmedaillen (darunter sieben Goldmedaillen) die am häufigsten dekorierte Nation war und die Schweiz (nach offizieller Zählung) die meisten Goldmedaillen (sechs) gewann, positionierte sich Österreich mit insgesamt 12 Podiumsplätzen und 17 Medallions for Excellence fest in den Top 5 der Rangliste. Dies bestätigt die konstante Spitzenposition Österreichs auf europäischer Ebene.
Die folgende Tabelle veranschaulicht die Leistung der führenden Nationen bei den EuroSkills 2025:
| Position |
Nation |
Gold |
Silber |
Bronze |
Medallions for Excellence |
| 1 |
Schweiz |
6 |
3 |
2 |
2 |
| 2 |
Deutschland |
7 |
6 |
2 |
6 |
| 3 |
Frankreich |
7 |
5 |
5 |
10 |
| 4 |
Ungarn |
4 |
2 |
5 |
5 |
| 5 |
Österreich |
5 |
3 |
3 |
17 |
Hinweis: Die Medaillenzahl Österreichs in dieser Tabelle folgt der internationalen Zählweise, bei der Team-Medaillen als eine einzige gewertet werden.
Österreichs größte Delegation: Eine strategische Entscheidung
Österreich entsandte mit 44 Teilnehmern die größte Delegation aller teilnehmenden Nationen nach Dänemark. Damit übertraf man Gastgeber Dänemark (43), Frankreich (37) und Deutschland (32) deutlich. Die Entscheidung, in 36 von 38 Berufen anzutreten, war ein strategisches Statement. Anstatt sich auf wenige Kernkompetenzen zu beschränken, demonstrierte Österreich die Stärke und Breite seines Fachkräfteangebots auf der größtmöglichen Bühne. Dieses Vorgehen erhöht die statistische Wahrscheinlichkeit, Medaillen und Auszeichnungen zu gewinnen, und unterstreicht die Überzeugung, dass das nationale Ausbildungssystem in der Lage ist, in nahezu jeder Disziplin auf höchstem Niveau zu konkurrieren. Die große Anzahl an Medallions for Excellence ist ein direkter Beweis für diese systematische Qualität und die tiefe Bank an Talenten, die das Land besitzt.
Historischer Kontext und Kontinuität des Erfolgs
Die hervorragende Leistung in Herning ist kein Einzelfall, sondern setzt die lange Serie erfolgreicher Teilnahmen Österreichs an internationalen Berufswettbewerben fort. Bereits bei den EuroSkills 2023 in Danzig konnte das Team die meisten Medaillen erobern, was den Status als Titelverteidiger begründete. Die beispiellose Serie im Betonbau, in dem österreichische Teams seit 2015 ungeschlagen sind, sowie die dritte Goldmedaille in Folge in der Hotel-Rezeption sind Beispiele für diese nachhaltige Erfolgskultur. Diese Konstanz ist ein klares Indiz dafür, dass die Erfolgsfaktoren tief in der Struktur und den Prozessen der österreichischen Berufsbildung verankert sind.
5. Erfolgsfaktoren und strategische Implikationen für die österreichische Berufsbildung
Der Triumph in Herning ist das Ergebnis einer Kombination aus systemischen und menschlichen Faktoren.
Das duale Ausbildungssystem: Die Wurzel des Erfolgs
Der primäre Erfolgsfaktor ist unbestritten das österreichische duale Ausbildungssystem. Die einzigartige Verknüpfung von theoretischem Unterricht in der Berufsschule und intensiver praktischer Erfahrung in den Betrieben schafft eine praxisorientierte Ausbildung, die die jungen Fachkräfte optimal auf die komplexen und praxisnahen Aufgaben der EuroSkills vorbereitet. Die Teilnehmer sind nicht nur theoretisch versiert, sondern auch geübt darin, unter realen Bedingungen mit echten Materialien und Werkzeugen zu arbeiten. Dieses System hat sich als entscheidender Wettbewerbsvorteil erwiesen und ermöglicht es den österreichischen Talenten, sich von Konkurrenten abzuheben, deren Ausbildung möglicherweise stärker auf akademische Inhalte ausgerichtet ist.
Mentoring und Expertise: Das menschliche Element
Ein weiterer entscheidender Faktor ist das umfassende Mentoring-System, das von Coaches und Experten aufgebaut wurde. Der Erfolg ist nicht nur dem System, sondern auch den Menschen zu verdanken, die ihr Wissen und ihre Erfahrung an die nächste Generation weitergeben. Beispiele wie Rupert Danninger, der seinen Sohn Jonas zu EM-Gold coachte, oder Christoph Pessl, selbst ehemaliger Europa- und Weltmeister, der nun als Trainer die Medaillengewinner betreut, zeigen einen tief verwurzelten Kreislauf der Spitzenleistungen. Ehemalige Champions geben ihre Erfahrungen unter Wettkampfdruck, ihre fachlichen Spezialkenntnisse und ihre mentale Stärke an ihre Schützlinge weiter. Dieser selbstverstärkende Zyklus ist ein Alleinstellungsmerkmal, das die Qualität der Ausbildung kontinuierlich steigert und die österreichische Skills-Bewegung zu einem sich ständig verbessernden Ökosystem der Berufsbildung macht.
Die Rolle von SkillsAustria und der Wirtschaftskammer (WKO)
Der Erfolg von Team Austria wäre ohne die starke institutionelle Unterstützung von SkillsAustria und der Wirtschaftskammer nicht möglich gewesen. SkillsAustria koordiniert nicht nur die nationalen Vorausscheidungen, die „AustrianSkills„, sondern übernimmt auch die Vorbereitung und die Organisation der Entsendung des Nationalteams. Das Engagement von Vertretern aus Politik und Wirtschaft, die das Team offiziell in Wien verabschiedeten, unterstreicht das hohe nationale Bekenntnis zu diesen Wettbewerben als wichtiges Instrument der Berufsförderung.
Die gesellschaftliche Wirkung: Image und Anziehungskraft
Die Medaillengewinner der EuroSkills sind nicht nur Athleten, sondern Botschafter für ihre Berufe. Ihr Erfolg trägt maßgeblich dazu bei, das veraltete Image des Handwerks zu modernisieren und die Wertschätzung für die „Skills“ in der Gesellschaft zu steigern. Die Leistungen in Herning zeigen, dass handwerkliche und technische Berufe intellektuell anspruchsvoll, innovativ und international konkurrenzfähig sind. In einer Zeit des Fachkräftemangels in vielen Branchen ist dies ein entscheidender Impuls, um junge Menschen zu ermutigen, eine Lehre oder eine berufsbildende Ausbildung in Betracht zu ziehen. Die öffentliche Anerkennung der Talente und die Medienpräsenz des Erfolgs können direkt dazu beitragen, die Anzahl der Lehrstellensuchenden zu erhöhen und damit die Fachkräfteversorgung der österreichischen Wirtschaft nachhaltig zu sichern.
6. Ausblick und Empfehlungen für die Zukunft
Der Triumph bei den EuroSkills 2025 ist ein Erfolg, der über den sportlichen Wettkampf hinausweist und als strategischer Vorteil für Österreich genutzt werden sollte.
Momentum nutzen
Es wird empfohlen, den Schwung dieses Erfolgs zu nutzen, um die öffentliche Wahrnehmung der Berufsbildung weiter zu stärken. Die Medaillengewinner und die Medallion-Empfänger sind ideale Vorbilder, die in Schulen, auf Jobmessen und in Medienkampagnen als Botschafter für ihre Berufe eingesetzt werden können. Ihr Erfolg demonstriert eindrucksvoll, dass eine Karriere im Handwerk und in technischen Berufen nicht nur sicher, sondern auch international prestigeträchtig ist.
Empfehlungen für Politik und Wirtschaft
Um die internationale Spitzenposition Österreichs nachhaltig zu sichern, sollten folgende Maßnahmen in Betracht gezogen werden:
- Gezielte Investition: Eine Aufstockung der finanziellen und ideellen Unterstützung für SkillsAustria und die Vorbereitung auf internationale Wettbewerbe ist unerlässlich. Dies umfasst die Finanzierung von Workshops, Trainingscamps und die Bereitstellung modernster Ausrüstung.
- Stärkung der Mentoring-Struktur: Der bewährte Kreislauf der Spitzenleistungen sollte weiter gefördert werden, indem ehemalige Medaillengewinner in die Rolle von Coaches und Experten eingebunden werden. Ihre Erfahrungen sind von unschätzbarem Wert für die nächste Generation von Talenten.
- Nationale Anerkennung: Die Auszeichnung mit dem „Medallion for Excellence“ könnte auch auf nationaler Ebene bei den AustrianSkills eingeführt werden, um die Anerkennung für jene Talente zu steigern, die knapp an einem Medaillenrang vorbeischrammen, aber dennoch exzellente Leistungen erbringen.
- Internationale Kooperation: Ein intensiverer Austausch mit anderen erfolgreichen Nationen wie der Schweiz und Dänemark kann dazu beitragen, bewährte Praktiken zu teilen und die Position Österreichs als Vordenker der Berufsbildung weiter zu festigen.
7. Fazit: Ein Fest der Talente und ein Signal für die Zukunft
Die EuroSkills 2025 waren mehr als nur ein Wettbewerb. Sie waren eine eindrucksvolle Bestätigung für die Spitzenqualität und die visionäre Ausrichtung der österreichischen Berufsbildung. Der Erfolg von Team Austria ist das Ergebnis einer tief verwurzelten Kultur der Spitzenleistungen, die durch das duale Ausbildungssystem und ein starkes Mentoring-Netzwerk gefördert wird. Das Erreichte ist ein klares Signal für die Zukunft: Österreich ist dank seiner jungen Fachkräfte und seines bewährten Ausbildungssystems hervorragend positioniert, um die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu meistern. Der Triumph in Herning ist ein nationaler Erfolg, der als Ansporn und Vorbild für die gesamte Gesellschaft dienen sollte.